Wohngemeinschaften für Menschen ab 50 Jahren finden


#1

Wenn man nach Wohngemeinschaften ab 50 oder 50plus-WG sucht, kommt man bei bestehenden normalen Studenten-WG-Seiten meist nicht weit und es sind kaum gewünschte Angebote zu finden. Speziell für diese Altersgruppe - also hauptsächlich Personen zwischen 50 und 65 Jahren - gibt es die Webseite www.plusWGs.de
Hier lassen sich viele passende Angebote und Gesuche finden. Immer häufiger werden auch Mehrgenerationen-Projekte, z.B. in Form von einer Bauernhof-WG auf dem Land, oder auch “Wohnen für Hilfe” angeboten und gesucht.


#2

Am schwierigsten finde ich es, ein passendes Haus u. d. finanziellen Mittel zu bekommen. Ideen gibt es viele! Schön wäre es, wenn jemand ein grosses Haus zur Verfügung stellen würde. Denn wenn man nicht gerade eines besitzt, aber Ideen hat, ist es einfach zu teuer. Ganz abgesehen von der “kreditwürdigkeit” ab einem gewissen Alter :neutral_face:


#3

Hallo Karin,
ich finde, du hast recht, die passenden Immobilien zu finden ist echt schwer!:smirk:
Ich habe außerdem so das Gefühl, das es im hohen Norden Deutschlands mehr davon zu geben scheint, als zB hier in NRW…
Hatte gerade letztes WE eine Besichtigung für ein Haus, dass zu 3 Wohneinheiten umgebaut wird.
Super Gegend, tolles Haus aber als Rentner unbezahlbar :cry:


#4

Hallo Karin,
wir haben ein sehr schönes Haus gekauft. Ich kann nur sagen, das Haus zu finden und zu bezahlen ist trotz schwieriger Lage im Bodenseegebiet deutlich leichter als die richtigen Menschen zu finden? Wir suchen über verschiedene Foren und über unsere eigene Homepage: www.wohnprojektbodensee.de. Wir haben einen langen Atem und wohnen sehr schön. Gruß Ralph


#5

Hallo Ralph! Wir suchen hier in Mittelhessen…wünschen euch viel Erfolg bei der Suche! LG Karin


#6

Hallo Angela! Ja leider…das liebe Geld :neutral_face: Ich wünsche Dir, dass Du trotzdem was passendes findest! LG aus Mittelhessen, Karin


#7

Hallo,
ich finde es auch schwer,Menschen für ein Wohnprojekt zu finden.Alle bereits bestehende Projekte in meiner Gegend (Raum Stade),wurden von einer Genossenschaft realisiert und bis zum Einzug vergingen viele Jahre.
Ich selber möchte ein Bauernhaus kaufen,möglichst mit mindestens einer weiteren Person zusammen und weitere Personen könnten als Mieter dort wohnen. Momentan suche ich im Wendland.
LG
Hans


#8

Den “Ort , das Haus” zu finden, ist kein Problem.
Alles organisatorische ist kein grosses Problem.
Es sind dann eher " Wir".
Eine Abhaengigkeit ist schon auch ein Risiko.
Eine Gemeinschaft kann sich schnell auch gegen eine/n Einzelnen richten.
Wir sind alle irgendwie “gepraegt”.
Unsere Lebenserfahrung nehmen wir mit,
egal wohin wir “reisen”.
Es geht wirklich nur, wenn alles offen auf d. Tisch kommt.
Wuensche; aber unbedingt auch die Aengste !
Nicht der Ort und die Wohnform, sondern die Gespraeche sollten oberste Prioritaet haben.
So mein Gedanken.


#9

Man könnte sich vorher regelmässig treffen, etwas unternehmen und sich so besser kennenlernen. Da scheidet vielleicht schon mancher aus…


#10

Hallo Karin, meine Empfehlung, suche nach alten Gasthöfen und Hotels, die sind billig zu haben. Bauernhäuser stehen relativ hoch im Kurs. Auch auf der Kirche zu fragen bringt viel. Es gibt alte ungenützte Pfarrhäuser und Kirchen. Es gibt auch Versteigerungslisten (Kirche Gemeinden, Bank), wo man günstig (man muß schnell sein) an Häuser kommt aber. Die Menschen sind wichtiger als das Haus. Mit der Suche nach dem Haus zeigt sich wer zusammen gehört. Ich würde nach meinen Erfahrungen niemals mit relativ fremden Menschen ein Haus kaufen. Glücklicherweise habe wir unser Haus selbst gekauft, sonst hätten wir viel Geld verloren und Streit gehabt.

Gruß Ralph


#11

Hallo Felix, danke für Dein Engagement. Gerne kann ich anbieten, dass man bei uns im Haus ein Treffen macht, um die Erfahrungen bei der Suche persönlich auszutauschen. Es wäre auch eine Idee dass sich alle die gemeinsames Wohnen wünschen auf einem Campingplatz / Pension für ein Wochenende verabreden. Wir hatten in Fischbach am Bodensee eine ideale kirchliche Adresse, doch leider ist diese jetzt privatisiert. Gruß Ralph


#12

Danke! Gute Tipps :sun_with_face: Wir haben ein Haus in Aussicht, es ist aber zu teuer. Allen, die bisher Interesse gezeigt haben, fehlt leider auch das Geld. Wir bräuchten einen Investor/Sponsor o.ä.


#13

Hallo Jacqueline und Ralph,

ich habe gerade ihre Internetseite sehr interesiert gelesen.

Vieles kommt mir bekannt vor.

Ich hab ihnen ein PN über meine Erfahrungen gesandt

Heinz-Josef


#14

Hallo Hans,

die passenden Leute finden und daraus eine Gemeinschaft zu bilden ist die größte Herausforderung.

Ich würde alleine investieren (evtl. mit einem Kredit der Bank) und dann Mieter suchen, die zu einem passen. Die Miete kann den Abtrag an die Bank decken.

Ich hab mir mal im Internet das Objekt, welches du als Link eingestellt hattest, angesehen.

Ich finde es sehr interessant und preiswert. Würde es bei mir vor der Tür liegen hätte es garantiert den 4-fachen Preis.

Es stellt sich die Frage, warum ist es so preiswert??

Bei der Bewertung einer Immobilie sind drei Punkte wichtig: 1. die Lage, 2. die Lage und 3. die Lage.

Wenn es daran liegt, dass in der Gegend keiner wohnen will, weil irgendetwas fehlt, bringt es nichts, ein tolles Objekt günstig zu kaufen. Man sitzt dann in dem Objekt und findet keinem der „mitwohnen“ will und mir etwas Geld für den Abtrag in die Tasche steckt.

Aber immer noch besser, als wenn man Jemanden hat, der mit investiert und dann nach einiger Zeit aussteigt. Dann muss man sich mit ihm rechtlich und finanziell einigen was zu großen Streitereien führen kann.


#15

Hallo Heinz-Josef,

das Haus ist in einem Ortsteil von Bremervörde.

Du Häuser sind hier nicht so teuer,wir liegen eben zwischen den Städten Bremen und Hamburg und die meisten Menschen brauchen wohl die direkte Nähe einer Großstadt. Die Infrastrktur ist hier auch gut,alles vorhanden in der Stadt,klar braucht man auf dem Lande ein Auto,aber meine Freunde in Hamburg und Bremen habe auch alle ein Auto,wie ja auch ein Großteil der Stadtbewohner ein Auto hat,ohne scheint es dort auch nicht zu gehen. Ich suche aber alternativ auch im Wendland,das ist eine spannende Gegend,weitgehend intakte Natur und auch die Häuser günstig. Darüber,dass man eventuell zum Arzt,Einkaufen,usw. etwas weiter fahren muss,mache ich mir wenig Gedanken. Wenn man körperlich nicht mehr kann,ist es egal,ob Stadt oder Land,dann bleibt nur betreutes Wohnen oder Pflegeheim.


#16

Hallo Hans,

sicher geht man, wenn man nicht mehr kann, ins Pflegeheim.

Ich habe aber einen anderen Ansatz gewählt.

Ich habe einen Hof zum Wohnen umgebaut. Hatte verstärkt an ältere Personen gedacht. Es ist für den vorletzten Umzug gedacht. Wenn es dann aber im Alter nicht zu schlimm mit den gesundheitlichen Einschränkungen wird, sollte man sich als Ziel setzten, dass es doch der letzte Wohnsitzwechsel im Leben gewesen ist.

Bisher hat noch keiner bei mir gesundheitliche Probleme gehabt, dass er deshalb die Wohnung aufgeben musste. Wenn eine Wohnung frei wird, gebe ich den vorhandenen Bewohnern auch immer die Möglichkeit, die Wohnung zu tauschen, wenn sie sich dadurch eine Verbesserung der Wohnsituation versprechen.

Wir haben bei vielen Häusern einen barrierefrei en Zugang geschaffen und die Duschen ebenerdig eingebaut. Die Sozial Station ist nur 800m entfernt. Eine Altenpflegerin und ein Rettungssanitäter wohnen auf dem Hof und leisten schnell erste Hilfe, wenn es nötig sein sollte.

Ältere Personen suchen wohl schon früh die Sicherheit. Hier in der Stadt wurde ein großes Haus mit 24 kleinen Wohnungen, die alle barrierefrei zu erreichen sind, gebaut. Unten ist die Sozialstation untergebracht. Man braucht keinen Betreuungsvertrag abschließen, denn wenn Hilfe gebraucht wird, reicht ein Anruf und die Sozialstation macht Hausbesuche im eigenen Haus. Fürs tägliche Leben braucht man kein Auto mehr, weil alles fußläufig zu erreichen ist. Auch der Arzt und die Apotheke erreicht man zu Fuß. Ein gutes Konzept, dass angenommen wird.

Auf dem Bussjans Hof haben wir eine gute Mischung von 58 Menschen im Alter von 1 bis 70 Jahren die im guten Einvernehmen auf dem Hof leben. Wir sind mit dem bisher erreichte mehr als zufrieden.


#17

Hallo Karin,

man könnte z. B. ein Objekt mieten und sich die anfallenden Kosten teilen.

Viele Grüße
Sabine


#18

Ja, für den Anfang vielleicht gut! Aber hier bei uns sind mehrere gr. Häuser, die verkauft werden sollen. Die meisten Interessenten haben leider kein Geld.Für uns beide ist es einfach zu viel (incl. Umbau). Habe jetzt Kontakt zu Wohnungsbaugesellschaften aufgenommen. Mal seh’n, ob es jemand wagt :slight_smile:


#19

Hallo Sabine! Hast Du da schon Erfahrungen? LG Karin


#20

Meine Erfahrungen…

Es ist schwierig, wildfremde Menschen unter einem Hut ( bzw. Dach) zu bekommen.

Durch einen Vortrag von Hennig Scherf über seine Erfahrung mit einer „Alten WG“ habe ich ein 140m² großes freistehende Haus geplant. In diesem Haus einen Minifahrstuhl vorgesehen und eine Aufteilung in 2 Wohnungen als „WG“ geplant. Eine Wohnung wäre dann als Einliegerwohnung anzusehen gewesen.

Für das Haus hatte ich eine Kaltmiete von 800 EUR erwartet.

Ich habe aber keine älteren Interessenten, die so leben möchten, gefunden.

Ich hab dann den Fahrstuhl gestrichen und das Haus für 650 EUR Kaltmiete an eine junge Familie vermietet.