Wo ist meine letzte Ruhestätte?


#1

Zum ersten Mal habe ich mir Gedanken darüber gemacht, als meine Schiegermutter, nach sehr langer Krankheit, vor etwa 15 Jahren, gestorben ist.
Wir lebten da schon in Spanien und wer übernimmt dann die Grabpflege in Deutschland?
Letztendlich haben wir uns dazu entschlossen, eine Grabstätte für meine Schwiegermutter in Spanien (auf unserem Grundstück) zu bauen.
Es war auch ein Herzenswunsch meiner lieben Frau.
Wir haben sogar den Grabstein selbst gebaut (ich meine die Daten in den Naturstein eingefräst)
und meine Frau kann jeden Tag zu dem Grab ihrer Mutter gehen und es pflegen.
Wer pflegt schon das Grab seiner Mutter täglich und sieht nach ob die Kerze noch brennt?
Hört sich etwas seltsam an, wenn ich dann sage: Meine Schwiegermutter ist in Garten beerdigt.
Aber wenn man den Leuten dann erklärt, warum, dann kommt so ein „Aha-Effekt“.
Naja- dieser Beitrag ist nun nicht für Esoteriker in Deutschland gedacht, sondern für Menschen, die im Ausland leben, dort bleiben möchten und die Eltern versterben.
Ich denke aber, dass ich das Trio gleich wieder am Hals habe.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#2

Es gibt ja Friedwälder, wo man an einem Baum bestattet werden kann, das finde ich gut. Zurück zur Natur sozusagen, Grabpflege entfällt. Nicht jeder hat ein eigenes Grundstück und kann es so machen wie ihr.


#3

oder “so” … transportabel :mage:


#4

Sieht gut aus, das ist aber in Deutschland nicht erlaubt, Du darfst hier eine Urne nicht mit nach Hause nehmen. In der Schweiz ist es gestattet.


#5

Dann macht die Urne eben einen Umweg über z.B. Holland oder Schweiz.
Bestattungsinstitute können die Urne von einem Deutschen Krematorum abfordern.
Und wieder hier her, bekommt man ein Paket über die Post.
Das ist dann die letzte Reise. :slightly_smiling_face:


#6

… mein lieber Scholli … & “staun” …
wenn ich “das” so lese,
gehen NackenHaare steil nach oben …
Datt Thema ist doch: sich zu "Leb-Zeiten"
umeinander in echter Zuwendung und Engagement
zu befleissigen.
“Nach” AbLeben ist es doch wohl vollkommen “Wumpe”,
was mit physikalischen “Resten” geschieht / wie auch immer erfolgt.
In der Natur fragt Niemand nach “hedonistischen Grundsaetzen”, so wie “Homo Sapiens” das hoch-heilig zelebriert … !!!

  • Manche “Menschen” haben aber auch “Probleme” … -
    Fazit: voelliger Irr-Sinn, solche Thematiken. - Insbesondere “hier” auf dieser (nach wie vor voellig unreglementierten) “Platt-Form” …

… Kopf-schuettel … und ab dafuer …


#7

OmaErnaDenktAnAlle


#8

Ja, ich stimme Dir zu. Allerdings ist es so, dass es auf Grund der Vereinsamung und Vereinzelung immer mehr anonyme Bestattungen gibt, “von Amts wegen”, diese Menschen haben niemanden der sich darum kümmert. Keiner vermisst sie, manche liegen wochenlang oder sogar monatelang in ihren Wohnungen bevor sie gefunden werden. Das ist schon traurig finde ich. Insofern ist das Thema Bestattung nicht ganz falsch in einem Bereich wo es darum geht wie ältere Menschen leben.


#9

Hallo schwarzesSchaf,
meiner lieben Frau war es sehr wichtig, dass sie das Grab ihrer Mutter selbst pflegen kann.
Da wir zu dem Zeitpunkt schon in Spanien wohnten, war die Überführung der Urne (damals per Air-Berlin im Handgepäck) die optimale Lösung.
Seit etwa 15 Jahren ist das Grablicht nur während der Arbeiten (z. B. Neubepflanzung am Grab) ausgegangen.
Ich selbst bin als Atheist anderer Meinung und möchte in dem See verstreut werden, in dem ich als Kind fasst ertrunken wäre.
Somit hat der See mich dann doch bekommen.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#10

Beabsichtigt war NICHT, “hier” irgend Jemandem
dessen Glauben / Entscheidungen in Frage zu stellen.
… Jedem das Seine …
Fuer mich selbst aber gilt: Carpe Diem


#11

„Wo ist meine letzte Ruhestätte?“ Diese Frage klingt ziemlich Drama -tisch, und so hilfebedürftig. Empathische Menschen reagieren da ziemlich sensibel! Nun, ich bin froh, dass es sich hier eher um eine Komödie handelt, als um das Schicksal eines noch lebenden Menschen, der auf der Suche nach einer (letzten) Ruhestätte ist? Von daher könnte/sollte hier eine andere Variante/Frage gestellt werden: - Wo kann ich meine Schwiegermutter begraben?

Überallundnirgedwo.


#12

Macht mich nachdenklich … ob ich auch so lebe, als würde ich niemals sterben? Die Zeilen davor treffen zwar nicht auf mich zu, aber trotzdem muss ich mir diese Frage stellen.


#13

Soll ich lachen oder weinen? Was ist das für eine Frage-Variante?
“Ich möchte doch sehr bitten”! :joy::roll_eyes::disappointed_relieved::open_mouth:

HJW unser Spezi, wird aber auch darauf eine Antwort haben!

Mein Rat ist: “Lass sie leben”!


#14

Dieser Faden ist sowas von bescheuert aber auch…
“Letzte Ruhestätte”, wer glaubt denn daran?


#15

Das ist mir schon arg, wenn ein noch lebender Mensch sich die Frage stellt:
Wo kann ICH meine letzte Ruhestätte finden?


#16

Ich kannte Jemanden in meinem persönlichen Umfeld, der zur Lebzeit alles selbst für seine Beerdigung plante. (Er wohnte neben der Dorfkirche und somit auch neben dem Friedhof. Ich pflegte schon das Grab, als er noch nicht drin lag). Bis ins letzte Detail. Auch was mit seiner überlebenden Frau passieren sollte. Sie solte weiter im Haus wohnen bleiben.

Was er bereits bezahlt hatte, geschah dann auch so. (Bestattungsinstitut, Beisetzung, Kirche, Grabstelle) Alles andere nahm einen anderen Lauf.
Die “Alte” kam ins Heim, das Haus wurde verkauft.

Bei der Beerdigung gedachte seiner keiner. Zumindest nicht so, wie er erwartet hatte. Aber eben unmöglich planen konnte. Das entzog sich seiner Kontrolle.
Spott und Hohn war Tischgespräch Nr. 1.

Das “Fest” spiegelte wieder, wie er zu Lebzeiten mit seiner Sippe umgegangen war.
Ich war dabei nicht nur Zaungast. Ging ihm zur Hand, putzte und versorgte ein paar Stunden täglich seine Frau.
So finanzierte ich damals einen Teil meines Studiums. Bis er mich raus schmiss.
Mit den Worten: “Sie betreten das Haus nie wieder, nur über meine Leiche”!

Der Grund war, dass ich auf die Wünsche seiner Frau einging und ihr nicht den Pulli anzog, den er bereit gelegt hatte.
Sondern einen Anderen, den sie wollte. Es war Mittwoch und sie wollte den Sonntagspulli.
Mehrmals übertrat ich so seine Weisung. Seine Planung ging nicht auf.
Er hätte mich wohl besser immer vor Arbeitsbeginn bezahlen sollen. :wink:

Ein paar Wochen später hatte ich einen Traum. Otto bat mich u.A. um Verzeihung.

Am Morgen darauf klingelte das Telefon. Sein Haupterbe, sein Neffe rief mich an.
Otto war in der Nacht zuvor gestorben.
Ich wurde gebeten, mich um die “Alte” bis zur Beisetzung zu kümmern.
3 Wochen lag wohnte ich nun in diesem Haus, wo Otto noch immer rum geisterte.

Und um von der Küche aus ins Zimmer zu gelangen, musste ich immer über seine “Leiche” steigen. Denn in dem schmalen Gang wurde er tot gefunden.

Otto hatte zwar seine letzte “Ruhestätte” geplant, organisiert und auch bezahlt.
Aber seine Ruhe wohl bis heute nicht gefunden.


#17

Mein Fazit:
“Wer nicht schon zu Lebzeiten seine Ruhe in der Gelassenheit findet, der findet sie auch nicht nach dem Ableben”.

Meist sind das die raffgierigen Menschen, besonders jene, die meinen alles kontrollieren zu können, bzw. zu müssen. Möglich ist, dass sie deshalb erdgebunden bleiben.


#18

Ostara. Ostara. Ostara.
Warum bist du mir bekannt …?
Ich habe kein Zweifel darüber, dass sich alles so zugetragen hat, wie du es mir eben beschrieben hast. Ich suche gerade nach der Stelle, wo du die “Erdgebundenen” erwähnst. Habe ich mich etwa verlesen?


#19

Die Überschrift könnte man sicher besser formulieren,
aber das Anliegen kann man durchaus verstehen bzw. erspüren und wird gegen Ende des Textes noch konkretisiert:

dieser Beitrag ist nun nicht für Esoteriker in Deutschland gedacht, sondern für Menschen, die im Ausland leben, dort bleiben möchten und die Eltern versterben.

Ich bin der Meinung, dass jeder Threaderöffner mit seinem einführenden Text das Thema vorgibt und damit auch den Anspruch haben darf, dass man ernsthaft damit umgeht.


#20

Xanti. Hallo. Ich grüße dich.
Ich sehe das anders.
Die Frage des Uses ist irreführed