Welchen Leuten ist es gelungen?


#41

hallo feldlerche: klasse dein bericht! ich fand mich in vielen parts wieder, nur mit dem unterschied dass ich nur ein pacht-objekt habe (ehem. bauernhof+ 1,3ha grund) wegen meinen 4 vierbeinern(pferd, pony+ 2 seltenen ziegen)…habe immer mal für längere zeit auch WG mitbewohner, auch mal jüngere, m/w, was öfters leichter funktionierte als mit älteren! ich sehe eine WG nur als eine"zweck-gemeinschaft", um nicht alleine zu sein+ die kosten zu TEILEN! wenn man flexibel ist (beide seiten) funktioniert alles! lieben gruß aus dem chiemgau/oberbayern


#42

Hier ist eine scheinbar gelungene Möglichkeit des Zusammenlebens.https://www.facebook.com/ZDF37Grad/videos/vb.119687041414803/993983527440637/?type=2&theater


#43

DANKE

ein sehr schöner Bericht.

Gerne würde ich es mir mal real ansehen und mit den Leuten reden.

Ein ähnliches Konzept hatte ich auch mal im Hinterkopf. Ich habe es nach einem Gespräch mit einer Gerontologin geändert und es ist eine “verlässliche Nachbarschaft” daraus geworden.

Mit passenden Leuten könnte ich mir so etwas auch heute noch vorstellen.

Heinz-Josef


#44

Da ich mir eine kleine Auszeit von meiner täglichen Arbeit gegönnt habe, habe ich Zeit, mal am PC zu recherchieren.

Hier noch ein Beitrag, dem ich zu dem oben genannten Hof gefunden habe:

https://www.swr.de/landesschau-rp/gemeinsam-alt-werden-senioren-wg-auf-dem-bauernhof/-/id=122144/did=22562522/nid=122144/11z46ba/index.html 1

In dem Beitrag sind Name und Ort genannt und so findet man im Netz mehre Informationen.

Was mir besonders an dem oben aufgeführten Beispiel gefällt ist, dass es in den vorhandenen Gebäuden untergebracht ist und die Betreiberfamilie offensichtlich mit den Senioren zusammenlebt und es sehr menschlich zu geht. Alles sieht anheimelnd aus und nichts erinnert an ein Krankenhaus oder Pflegeheim.

Es ist keine komplett neue Idee. Hier Vorort hat auch ein Bauer zwei solcher Senioren-Wohngemeinschaften als Neubauten aufgebaut. Jede Einrichtung hat 2 WGs mit bis zu 12 Personen mit Pflegebedarf. Jede WG entscheidet sich für einen Pflegedienst, welche die Präsenz- und Hauswirtschaftskräfte für die erforderliche Pflege stellt. Die Pflegekasse fördert diese Wohnform mit 214 EUR Präsenskraftzuschlag pro Person. Für das Wohnen (incl. Strom, Wasser und Heizung) wird hier ein Betrag von knapp unter 500 EUR verlangt.

Im Netz wird für den Hof in Marienrachdorf etwa 1.100 Euro inklusive der Pauschale für die Betreuung genannt. Kommen Pflegeleistungen hinzu, rechnen die Pflegedienste diese als ambulante Leistung mit der Kasse ab.

Wenn Interesse an so etwas besteht, ist es immer ratsam für den eigenen ( Pflege-) Bedarf den Preis abzufragen.

Als ich vor 10 Jahren an so einem Konzept als Neubau gedacht habe, waren die rechtlichen Vorgaben wohl noch anders? Oder fehlten uns einfach einige Informationen?

Die Gerontologin sah damals die Gefahr, dass ich als Betreiber der Anlage für Alles oder Nichts zuständig gewesen wäre, bis hin zum abendlichen Vorlesen der Tageszeitung. Das konnte und wollte ich nicht leisten.

Heute kann ich mir, wenn ein Pflegedienst mit eingebunden ist, so etwas besser vorstellen.

Einen schönen Start in die Woche wünscht

Heinz-Josef


#45

Hallo Helmut,
ich denke Du vermutest richtig, dass es ganz wenigen Menschen gelungen ist, ein Wohnprojekt zu gründen.
Meine Prognose pro 100.000 Einwohner weniger (viel weniger) als ein Projekt pro Jahr. Es gibt zahlreiche WGs. Viele davon sind der Wohnungssituation geschuldet, dass einzelnes Wohnen zu teuer oder kein Wohnraum vorhanden ist. Bsp. Ravensburg!
Wir hatten sicher Kontakt zu über 100 potentiellen Wohnprojektgründern. Es gibt nur Einen der Projekte gründete, ob diese funktionieren, kann ich nicht einschätzen. Jetzt soll in Wangen ein Genossenschaftsprojekt entstehen, da kann ich die Gründungsphase live miterleben. Bin gespannt, ob die Menschen es schaffen eine Gemeinschaft aufzubauen. Das halte ich für noch schwieriger als ein gemeinschaftliches Gebäude zu bauen. Meine Vermutung ist, dass die Intention eher günstiger Wohnraum als gemeinschaftliches Wohnen ist. Auch in Wangen ist das Wohnen inzwischen extrem teuer. 2 Zimmer 50qm über 600€ warm!
Das Wichtigste ist, dass man sich mit dieser Situation aktiv auseinandersetzt. Gemeinschaft entsteht nicht nebenbei es ist ein Prozess des Miteinander der aktiv angegangen werden muß. Dies war unsere erste Erfahrung die wir machen durften bei der Projektgründung.
Immerhin haben sich auf diese Anfrage 5 seit längerer Zeit bestehende Wohnprojekte gemeldet, das ist doch ein Erfolg!
Gruß
Ralph


#46

Hallo Ralph,
ich bekomme es hier hautnah mit, wie auf der einen Seite Menschen sich in den Wintermonaten alles einmal in der Gegend in Ruhe ansehen und dann zumindest einen ernsthaften Versuch starten etwas auf die Beine zu stellen.
Ein Entwickler für Computerprogramme (57) ist nun schon nach 5 Monaten probewohnen und 1 Monat Urlaub das dritte mal hier, aber nun für 1 Jahr.
Er will 1 Jahr Fuß fassen, Gewerbe anmelden und die Vergünstigungen im spanischen Sozialversicherungswesen mitnehmen; mal sehen was er nach einem Jahr macht.
Eine Yogalehrerin ist nun den 3. Monat hier und hat Kontrakte zu einer anderen Yogalehrerin geknüpft, mit der sie etwas zusammen machen will; sie zieht nun aus.
Das sind Leute die einen Traum haben aber keine Illusionen.
Was ich sonst für Anfragen bekomme ist zu 90% vollkommen unrealistisch.
Familien mit 3 Kindern, die meinen das sie das deutsche Kindergeld nach Spanien gezahlt bekommen, und sich bei Bauern (meistens Ziegenhirten) etwas dazuverdienen können.
Das sind dann die Menschen die dann in Spanien scheitern und die dann im deutschen Regierungsfernsehen gezeigt werden.
Jeder 2. will eine Kneipe aufmachen.
Zu Deiner E-Mail zum Finanzsystem.
Ja- das Eigenkapital der Banken ist 2020 erodiert.
Das sind nun keine Verschwörungstheorien, sondern ganz einfach an den Aktienmärkten abzulesen.
Natürlich wird es uns alle treffen, aber wir haben so weit es geht vorgesorgt.
Eben vor allen Dingen in Allem was nichts kostet und sowieso irgendwann von uns verbraucht wird.
Geld (Notgroschen) auf der Bank bringt auch nichts mehr, also haben wir es im Tresor liegen.
Und unsere private Altersversorgung ist in Edelmetallen angelegt.
Waren diese wenigen Bemühungen umsonst und wir haben uns geirrt und man kann doch ewigen Wohlstand durch die Notenpresse erzeugen, dann ist es auch nicht schlimm, dann leben wir so weiter.
Alleine der Preis für die Edelmetalle hat sich seit 2000 vervierfacht.
Selbst wenn es nicht knallt, haben wir unsere Altersversorgung sehr gut angelegt.
Mal sehen was kommt.

Viele Grüße
Helmut