Risiken eingehen?


#1

Den ganzen Tag gehen wir Risiken ein, sie gehören eben zum Leben.
Wer nichts wagt, kann auch nicht gewinnen, denn wer nichts wagt, hat schon verloren.
Um die Risiken abschätzen zu können, benötigen wir Messinstrumente und andere technische Einrichtungen, um die Risiken möglichst auf null zu minimieren und daher benötigen wir Sicherheitseinrichtungen und Prüfungen über unserer Fähigkeiten, wie z.B. einen Führerschein.
Beim Autofahren benötigen wir z. B. einen Tachometer damit wir die Geschwindigkeit messen können, Sicherheitsgurte, Airbag und Knautschzonen.
Beim Fahrstuhl eine Sicherheitseinrichtung, die mit absoluter Sicherheit einen Absturz verhindert, selbst wenn alle Seile reißen.
Wir stellen Finanzierungspläne auf, wenn wir eine größere Anschaffung machen wollen und schließen selbst Versicherungen für den Fall ab, wenn unser Hund einen Schaden anrichtet.
Wer würde ein Risiko eingehen, wenn die Wahrscheinlichkeit 50/50 steht, dass unser Vorhaben scheitert, sehr viel Geld kostet ,viel Leid verursacht und selbst unsere Kinder in ein Trauma stürzen könnte?
Russisch Roulette mit 3 Patronen in der Trommel?
Bei der Ehe spielen wir z. B. russisch Roulette, denn die Scheidungszahlen kennen wir alle.
Welche Messinstrumente, Airbags, Sicherheitsgurte und Knautschzonen es für Ehen gibt, überlasse ich der Phantasie des Lesers.
Aber man kann schon als junger Mensch vor der Ehe etwas sehr nachhaltiges tun um später in der Ehe glücklich zusammen zu leben.
Gut erklärt unter:


Warum schreibe ich das hier in einem Forum, wo dann bei den Lesern (zu den statistischen 50%) der Fall schon eingetreten ist?
Auch für das Zusammenleben in einer WG gibt es Möglichkeiten der psychologische Beratung über z. B.: Konfliktbewältigung, Aggressionsabbau, Problembewältigung, Hierarchie der menschlichen Bedürfnisse, Überzeugungsstrategien, Planungsstrategien, Fragestrategien usw. usw.
Wer weiß schon wie es geht?
Ich musste das alles und noch mehr, mit 23 Jahren beruflich pauken und es war Prüfungsfach, wobei das Erlernte auch im Rollenspiel vor der Prüfungskommission gezeigt werden musste.
Nun, 44 Jahre später, kann ich behaupten, dass 70 bis 80% des Erfolges, den meine liebe Frau und ich im Leben gehabt haben, auf dieser Ausbildung zurückzuführen ist.
Man kann es auch nicht vergessen, denn das Erlernte wird automatisch täglich dutzendweise angewandt, denn was Erfolg hat wenden man automatisch gerne an.
Als ganz, ganz kleines Beispiel:
Wer schreit hat nicht automatisch Unrecht, sondern Er/Sie ist am Ende; am Ende mit Argumenten, Überzeugungskraft, Wissen, Geduld, usw.
Wie würde ich mich selbst degradieren, wenn ich einen anderen Menschen anschreien würde?
Weiß dieser Mensch auch noch das was ich weiß, dann weiß er, dass ich am Ende bin.
Und hundert Seiten weiter.
Mein Rat:
Bevor eine Gruppe sich in finanzielle Risiken stürzt um eine WG zu gründen, sollten sie mal alle zusammen einen Psychologen aufsuchen und einige Euro darin investieren, dass entweder das Vorhaben abgeblasen wird, oder gute/bessere Chancen auf gelingen hat.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#2

Das ganze Leben ist ein völliges Risiko.


#3

Hallo igor04,
ja- nur die Risiken müssen möglichst kalkulierbar sein und möglichst analytische in ihre Eizelteile zerlegt worden sein, um dann (durchdacht) wieder als Ganzes zu entstehen.
Ansonsten wird man schnell zum Verlierer, der irgendwann nicht mehr die Möglichkeiten und die Zeit hat, es noch einmal von Neuem zu versuchen.
Wir alle haben uns doch schon mal vor den Kopf geschlagen und laut gesagt:
“Wie konnte ich nur so dämlich sein”
Aber im Leben bekommt man oft keine Zweite Chance.
Natürlich kann man auch ganz einfach auch Pech haben, wer hatte das nicht.
Aber ganz normales Pech und dann noch zusätzlich nicht durchdachte Handlungen vollziehen, kann schnell zur Pechsträhne werden.
Und die meisten Fehler machen wir, wenn wir eine Glückssträhne haben oder unsere Hormone durcheinander sind.
Ja- und hundert Seiten weiter.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut