Rat für ein Startup


#1

Hey Leute.
Ich habe eine Frage bekommen, von einem guten Freund und wollte die einfach mal an euch weiterleiten.
Er ist Mitgründer bei einem Startupunternehmen und da ist das Problem, das häufiger was mit den anderen Gründern besprochen wird, aber nicht alles Besprochene in die Tat umgesetzt wird. Einfach aus dem Grund, weil es untergeht oder schlicht vergessen wird. Habt ihr da vielleicht einen Rat, wie solche Probleme verhindert werden oder gar nicht erst enstehen


#2

Wichtig ist, sich das Sprichwort: “Mehrere Köche verderben den Brei” im Hinterkopf zu behalten. Und das gilt natürlich auch für Gründer. Ich würde eine maximale Größe von 3 Gründern als Obergrenze setzen. Pauschal kann ich das aber auch nicht sagen, das beruht eben auf meinen eigenen Erfahrungen.
Des Weiteren wird bei uns immer ein Gesprächsprotokoll geschrieben, das am Ende an alle ausgehändigt wird:
https://www.bueromoebel-experte.de/ratgeber/buero-alltag/gespraechsprotokoll-schreiben/
Vor allem bei langen Besprechungen ist das wirklich sehr wichtig um den Überblick zu behalten!


#3

Es ist immer wieder die einfache Lösung des Problems, indem die ganze Sache in einzelne Problemfelder zerlegt wird, für jedes Problem eine Lösung gesucht wird und dann alle Einzelteile des gesamten Problems wieder zusammengesetzt werden.
Eben analytische Problemlösung.
Wird jedes Einzelproblem, bevor eine Lösung gesucht wird, in eine Liste aufgeführt, behält man die Übersicht.
Danach könnte ggf. die Liste dazu benutzen, einen Vertrag zu entwerfen oder Verhaltensweisen vorzugeben.
Eines ist aber ganz wichtig:
Niemals ein Startupunternehmen gründen, wobei ein oder mehrere Mitglieder kapitalkräftiger sind als man selbst.
Die kapitalkräftigen können sich nämlich z. B. erlauben 4 x im Jahr in Urlaub zu fahren und dann muss der kapitalschwache sehen, dass Geld reinkommt.
Auch sollte man vorsichtig sein mit Startupunternehmen die ohne jede Qualifikation der Mitarbeiter tätig werden können; denn mit dem was Alle machen oder machen können, kann man schlecht Geld verdienen.
Z. B. ist mit Handwerksunternehmen, bei denen der Inhaber eine Meisterprüfung benötigt, mehr Geld zu verdienen, als mit einer Kneipe; Paketdienst oder mit anderen einfachen Dienstleistungen.
Ja- und auch hier sind noch hundert andere Dinge zu beachten.
Einfach mal Kurse belegen in Steuerrecht, ggf. GMBH-Recht, Kurse in denen die Grundlagen der Buchhaltung vermittelt werden.
Wer keine Bilanz lesen kann, kann noch nicht einmal nachlesen, ob er was verdient hat in dem Jahr oder in welcher Form Investitionen finanziert werden können/sollten.
Kurse in Menschenführung.
Und dann dem Startupunternehmen 2 Jahre Zeit lassen, denn die Zeit wird benötigt um in Erfahrung zu bringen, ob die Vorstellungen die man hatte, sich verwirklichen lassen haben.
Möglichst die Haftung begrenzen, z. B. mit einer GmbH, sonst kannst Du den Rest Deines Lebens hinterher die Kredite abzahlen, die wegen der Firmengründung aufgenommen wurden.
Wer z. B. wie ich eine Meisterprüfung machen musste, um die Erlaubnis zu bekommen eine Firma zu gründen, muss 1 Jahr ganztags zur Meisterschule und da lernt man etwa die Hälfte fachbezogene Dinge und sonst nur kaufmännische Dinge und sozialpädagogische Dinge, damit man Auszubildende ausbilden darf.
Und auch hier noch hundert andere Dinge.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut