Plagiat oder Original


#1

Hey zusammen.
Ich habe mal eine Frage zu Plagiate, wie steht ihr zu dem Thema? Ich meine, wenn man es weiß und dementsprechend den Preis gezahlt hat. Dann ist es ja nicht so schlimm. Dann hat man das ja in eigener Verantwortung gemacht. Ist ja kein Betrugsfall, aber wie steht ihr dazu? Wenn man es auch weiß. Also das mit dem Betrug mal ausgeklammert, wie steht ihr zu Fälschungen? Ist ja meistens mit Qualitätseinbußen verbunden, aber nicht zwangsläufig. Aber es ist ja nicht so, das es totaler Mist wäre. Wie steht ihr dazu? Hauptsache das Design stimmt oder legt ihr Wert auf die Marke selbst?


#2

Der private Erwerb von gefälschten Produkten zum privaten Gebrauch ist nicht strafbar.
Hier gilt auch der Grundsatz: Was nicht ausdrücklich per Gesetz verboten ist, ist erlaubt.
Das private herstellen von Fälschungen (außer Falschgeld) zum Eigenbedarf oder zum Verschenken, ist auch nicht strafbar.
Ich könnte also einen Porsche nachbauen, auch Porsche drauf schreiben, aber darf ihn nicht verkaufen.
Professioneller Nachbau und der Verkauf von Produkten ist natürlich strafbar.
Das mach auch Sinn, denn in Produkten steckt oft viel Entwicklungsarbeit und wenn alles hemmungslos nachgebaut werden könnte, würde niemand mehr Geld in eine Entwicklung von neuartigen Produkten stecken.
Naja- ob ein Hemd, auf den BOSS steht, so viel Entwicklungskosten mit sich gebracht hat, dass der Preis gerechtfertigt ist, bezweifele ich aber.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Qualitätsverlust bei Plagiaten gigantisch sein kann.
Eine Armbanduhr die 15 Euro kostet, aussieht wie eine Rolex (die 25.000 Euro kostet) auch Rolex draufsteht, kann nicht die gleiche Qualität habe wie ein Original.
Auch hier denke ich aber auch, dass bei einer echten Rolex der Preis zu 98% aus dem Namen besteht.
Bremsbeläge und andere Sicherheitsrelevante Ersatzteile für mein Auto kaufe ich z. B. nur beim Vertragshändler des Herstellers, bei dem Autoradio ist es mir egal.
Übrigens: Ich habe gar keine Armbanduhr und auch kein Handy, diesen Wusch habe ich mir erfüllt, als ich vor 20 Jahren nach Andalusien gezogen bin.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#3

Ich finde auch das Plagiate, oder wie auf https://www.usm-markt.de/info/usm-replika.html über Designer Möbel Replikas einen ungeahnte Qualitätseinbuße darstellen. Ich meine, klar, das Marken einen hohen Preis nur wegen der Marke verlangen. Den man eben draufzahlen muss. Aber mit dieser Marke kauft man auch eine Garantie. Sehr her, ich stehe dazu mit meinen Namen, wir machen nur das Beste und um das zu gewährleisten für die Zukunft, verlangen wir eben mehr. Replikate erzielen ja für die herstellende Unternehmen trotzdem Gewinn, dann leidet die Qualität halt darunter. Weil das Beispiel Bremsscheiben kam, die fahren sich halt viel schneller ab oder rosten, wenn es einfach billige Qualität ist.


#4

**Ich meine, klar, das Marken einen hohen Preis nur wegen der Marke verlangen. Den man eben draufzahlen muss. Aber mit dieser Marke kauft man auch eine**
Ja- das sehen wir nun an den “besten Autos der Welt” denen nun in deutschen Städten Fahrverbote drohen, weil die Hersteller betrogen haben und noch nicht einmal ihren Schrott zurücknehmen müssen.
Und die Deutschen sind noch so dämlich und kaufen diese Autos weiter.
In den USA sperren sie diese Verbrecher wenigstens ein.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#5

Nie im Leben würde ich bewusst ein Plagat kaufen, hätte ich viel zu viel Sorge wegen Schadstoffgehalt und geringe Lebensdauer / Qualität.

Wenn ich mir das “Original” nicht leisten kann, kaufe ich es entweder billiger gebraucht in den bekannten Internetportalen, oder ich greife zu einer unbekannteren, möglichst westeuropäischen Marke, guten Marke, die billiger ist, da kaum Werbe. und Marketingkosten.


#6

Danke für eure Meinungen. Ich bin da etwas zwiegespalten.
Ich meine, klar Marken haben meist die bessere Qualität. Aber eben nicht immer. Ich glaube das kommt individuell auf das Produkt an. Aber zu 99% trifft das wohl zu, das Markenprodukte besser sind. Aber es wird in der Industrie alles kopiert. Beziehungsweise kopiert und verbessert. So haben es die Deutschen damals von den Engländer gemacht, so machen es die Chinesen heute. Ich denke da nur an die ganzen Smartphones, die einfach der killer sind. Aber ich denke, wenn man Designansprüche hat, dann sollte man die Marken nehmen. Die sind auch wertvoller und wertbeständiger.
Oder?


#7

Hallo dtrapp,
da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen.
IBM hat z. B. mit Milliarden Aufwand den Personal Computer entwickelt, aber alle Kopien konnten mehr, wahren schneller und billiger.
Der IBM war dann der Schlechteste unter dem Kompatiblen.
Genauso mit Medikamenten.
Die Pillen gegen meine Leukämie kosten etwa 5.600 Euro im Monat, enthält aber nur Wirkstoffe die wenige Euro kosten.
Ist nach 10 Jahren das Patent abgelaufen, kopieren Firmen wie Ratiofarm das Medikament und es kostet keine 10 Euro mehr; oder vielleicht auch nicht, denn nur Einer von zig Tausenden bekommt diese Aer von Leukämie, und dann lohnt sich keine Kopie.
Natürlich müssen die Firmen einen 10 Jahresschutz haben, wenn sie solche Medikamente entwickeln, denn es kostet hunderte von Millionen und die müssen wieder reinkommen.
Eine gute Kopie ist immer besser als das Original, denn der Kopierer kann die Schwächen eines bereits genutzten Produktes erkennen und bei seiner Kopie vermeiden; damit meine ich nun aber nicht Schrottkopien, wo Solingen draufsteht und Blech drin ist.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#8

Lieber Helmut,

momentan mache ich mir mehr Gedanken, ob der Wirkstoff Deiner Pillen seine Funktion erfüllt.

Wahrscheinlich nicht nur ich vermisse Deine Kommentare und ich mach mir Sorgen!
Bitte schreib uns kurz, daß im fernen Andalusien Deine Welt in Ordnung ist!

Liebe Grüße

Antje


#9

Hallo Antje,
bei mir handelt es sich um die Leukämie CML.
Es ist eine Krankheit der Chromosomen.
Von dem Chromosom 22 bricht etwas ab und heftet sich an Chromosom 9, was dann unentwegt weiße Blutkörperchen produziert.

Man vermutet Strahlenschäden oder Schäden durch Benzole als Ursache.
Ich nehme nun keine hochdosierten Krebsmittel ein, sondern ein Enzyme, das verhindert, dass sich dieses angebrochene Chromosom an das andere Chromosom anheften kann.
Ja- es funktioniert bei mir seit 12 Jahren, und CML war früher die aggressivste und am schlechtesten behandelbare Form der Leukämie.
Jeden Morgen eine Pille und 2x im Jahr zur Bluttest nach Málaga; mehr nicht.
Das Medikament war der Knaller in der Behandlung von CML, nach 5 Jahren leben noch 98 %.
Zu meinen Kommentaren.
Naja- ich gehöre ja eigentlich gar nicht zu den Leuten die eine WG anbieten oder suchen.
Ich hatte vor etwa 3 Jahren versehentlich unsere Ferienwohnungen annonciert, weil ich den Sinn der Seiten falsch verstanden hatte.
Aber mir haben immer die Haare zu Berge gestanden, wenn ich gelesen habe, was da so geschrieben wird.
Teilweise aus technischem Unverstand, aus Altersverbitterung oder, oder.
Genau so wie ich es nie gemacht habe und auch nie machen werde, so machten es diese Leute.
Aber auch Profis die ganz, ganz tolle Sachen auf die Beine gestellt haben, habe ich kennengelernt
Wir haben auch ganz, ganz nette Leute über die WG kennen gelernt und sind auch deshalb für 2019 schon fasst ausgebucht.
Ich hatte mal vor eine Seite aufzumachen über menschenwürdiges Sterben, denn ich kenne mich, hervorgehend aus meinem beruflichen Kenntnissen, darüber aus wie es geht.
Ich stehe immer fassungslos davor, dass Menschen in die Schweiz fahren, tausende von Euro ausgehen, aber auf der anderen Seite ganz friedlich (und ausdrücklich in euphorischer Stimmung) einschlafen können und die Hand ihres geliebten Partners noch spüren.
Warum tun sich die Menschen das an???
Ich meine in ein fremdes Land zu fahren um zu sterben, wo es doch zu Hause noch besser geht.
Ja- ich habe es sein gelassen, denn sobald in diesem Forum pragmatische Sachen auf den Tisch kommen,
kommen Antworten, die selbst mir den Mund aufstehen lassen.
Ich bin oft fassungslos.
Was soll ich hier noch schreiben?
Über das Thema wer wann wo zu welcher Zeit seine Wäsche am bestem waschen kann?
Aber- ich freue mich darüber, dass Du meine Kommentare vermisst hast.
Ja- nun schreibe mir mal was Dich interessiert.
Was könnte ich hier noch “anstoßen”?

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#10

Lieber Helmut,

ja, zu der Erkenntnis bin ich auch gekommen - das Forum hat sich totgelaufen, der ursprüngliche Sinn ist verlorengegangen, weder trauernde Pferde noch Leute, die eine Bedienungsanleitung für eine Waschmaschine brauchen, gehören hierher.

Mit der Art Deiner Krankheit habe ich mich nie beschäftigen müssen, wollte nur von Dir wissen, daß es Dir gut geht. Allerdings ist es schon spannend, zu welchen Ergebnissen und Behandlungsmöglichkeiten in Deinem Fall die Wissenschaft gekommen ist.

Hellhörig macht mich etwas anderes, Deine Einstellung zum Lebensende und - wie ich Dich kenne - Deine perfekte praktische Lösung des Problems.

Ich habe lange genug für schwer Kranke und Sterbende gearbeitet um zu wissen, wie schrecklich mangelnde Vorsorge sein kann. Das “Leben” läßt sich heute technisch viel zu weit verlängern.

Stichwort: Organspende - den Wenigsten ist bewußt, daß damit ein natürlicher Tod ausgeschlossen ist.
Seltsamerweise wird die Organentnahme beim angeblich Toten unter Narkose vorgenommen.
Was vielleicht eine Erklärung auch für die umfangreiche Werbung für die Organspende ist - die Empfänger der Spenderorgane müssen für den Rest ihres Lebens ihr Immunsystem durch Medikamente unterdrücken lassen. Die kosten in Deutschland mehr als 100.000 € pro Jahr und Person. Ein fettes Geschäft!
Und ein gesundes, normales Leben ist für die Empfänger ausgeschlossen.

Für mich selbst habe ich schon vor langer Zeit entschieden, den Zeitpunkt meines Lebensendes selbst zu bestimmen, wenn mir das Maß der Lebensqualität nicht mehr ausreichend erscheint. Jedoch habe ich Zweifel, ob mir das praktisch gelingt, mein Wissen darüber ist noch nicht ausreichend. Das muß beim ersten Versuch klappen, einen zweiten gibt es wahrscheinlich nicht.

Immerhin meine ich, daß ich noch ein paar Jährchen Zeit bis dahin habe, die ich zu nutzen gedenke - so und so.

Ich könnte von jemanden, der es nicht mehr braucht, mehrere Insulinpens (Kurz- und Langzeit) mitnehmen. Diese Dosis dürfte ausreichend für ein Koma sein, ich müßte nur sicherstellen, daß ich eine ausreichend lange Zeit allein bin. Eine bisher ungelöste Frage ist die relativ kurze Haltbarkeit und Kühlung - wer schließt schon seinen Kühlschrank ab.

Ob ich im Ernstfall den Weg in den Wald bei tiefem Frost mit einer Flasche Schluck noch allein schaffe, ist auch fraglich, bzw. wenn der Frost nicht kommt.

Für die gewaltsame Art des Endes bin ich nicht leidensfähig genug. Ich werde mich schlau machen.
Warum ist dieses Thema eigentlich so tabubehaftet?
Auf Zigarettenpackungen steht so eine dämliche Warnung " Rauchen ist tödlich". Das ist Leben auch!

Also, für das Thema menschenwürdiges Sterben gibt einen großen Bedarf.

Vorerst sollten wir das Leben genießen, so eilig ist es mir mit der Karriere als Baumdünger nicht.

Liebe Grüße

Antje


#11

Hallo Antje,
ich werde morgen, wenn mir Herr Felix nicht einen Maulkorb aufsetzt, erklären wie es geht.
Bekomme ich einen “Maulkorb” habe ich aber auch Verständnis dafür, denn hier werden WGS vermittelt und nicht Anleitungen über humanes Sterben.
Trotzdem halte ich es für wichtig, das die Menschen wissen wie es geht und warum es so einfach ist, wenn man es richtig macht.
Und---- ich werde nur das schreiben, was in Deutschland legal ist.
Ich speziell genieße das Leben außerordentlich, so könnte es immer weiter gehen, ohne Ende.
Unter den Selbstnordkandidaten stehe ich ganz, ganz unten auf der Liste.
Aber es wird nicht immer so weitergehen.
Und ich habe immer Vorsorge betrieben, auch für meinen Tod, und ich möchte selbst bestimmen, wann ich sterbe, denn dann kann ich das Leben bis zur letzten Minuten auskosten.
Ich möchte das alleine entscheiden,

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut