Nächstenliebe – Pferd


#1

Grüß Gott,

da hier viele Natur- und Tierfreunde sind, frage ich mal bzgl. Trauer beim Pferd.

Für mich sind Tiere zweifelsfrei intelligent, retten Menschen, retten Tiere, helfen, wo der Mensch versagt und bezahlen u.U. mit ihrem Leben dafür wie bspw. Harambe.

Angst ist der schlechteste Lebensberater.
Es braucht mehr EIN-sichtige wie Gudrun Pflüger, Reno Sommerhalder, Jane Goodall, Diane Fossey etc. .

Wahre Kommikation ist allerorten eine Herzensangelegenheit, wobei das physische Herz für mich nur ein Symbol ist, bezeugte Hachiko.

Zweifelsfrei trauern auch Tiere.

Wie kann der Schmerz einer Stute gelindert werden, die auf ihren Freund verzichten muss?

Freundlich grüßt, Anette


#2

Sei Du ihr ein Freund. Natürlich ist der Hengst nicht zu ersetzen, das weiß die Stute auch, aber wenn Du mit Ihr trauerst, sie streichelst, mit ihr ausreitest, mehr Zeit als sonst mit ihr verbringst weiß sie natürlich daß Du ihr Trost spenden willst.

Zeit heilt Wunden. Glaubt man nicht, ist aber doch so.
Vor 4 Wochen ist unsere geliebte Katze bei einem Auto-Unfall zu Tode gekommen und der Schmerz sitzt tief, sie war uns Vertraute und Energiewunder, und trotzdem - so langsam können wir uns ohne Heulen an ihre Liebe, Episoden mit ihr, erinnern.

Dir und der Stute alles, alles Gute, F.A.G.


#3

Natuerlich kommunizieren und fuehlen / trauern andere Lebens-Formen.
Jeder Gattung von Pflanzen ueber Tiere praktiziert das …
Und: schoen, wenn man diese Schwingungen vernehmen kann.
Es ist eine Freude, gerade mit sogenannten “niederen Lebensformen”
Kontakt zu pflegen und wahren Tierschutz zu leben.
Voellig schleierhaft erscheint mir, dass sich “homo sapiens” einzubilden wagt,
Gefuehle alleinig haben zu koennen / duerfen.

Allen angenehmes WochenEnde wuenschen
Ayka + Udo


#4

Liebe Annette,
ich finde Deine Gedanken zu diesem Thema sehr interessant, danke.
Ich pflege seit Jahren alte Pferde und habe einen trauernden Wallach
beobachtet, dessen Nachbar-Stute und Koppelfreundin eingeschläfert
werden musste.
Er hat diesen Verlust nicht überlebt…
Pferde trauern, das ist klar.
Ich vermute sogar, daß sie noch stärker trauern als Menschen.
sie sind ja als Herdentiere in freier Wildbahn auf Gedeih und Verderb auf ihre “Kumpels” angewiesen.
Daß wir verantwortliche Menschendas ernst nehmen müssen, auch.
Was können wir für diese energetisch hochschwingenden Wesen tun?
Wie können wir einem derart intelligenten Wesen helfen?
Was braucht das trauernde Pferd von uns in einer solchen Situation?
Wie können wir über das alltägliche Maß mit einem trauernden Pferd kommunizieren?
Letztendlich kann ich darauf keine endgültig befriedigende Antwort geben…
Was tu ich für einen trauernden Freund?
Ich stehe ihm bei:
Nach meiner Beobachtung “hört” ein Pferd meine Gedanken, ich kann mit ihm
denkend tröstend sprechen.
Ich kann es oft berühren.
Ich kann es besonders fürsorglich pflegen.
Einen Ersatz für den Verlust würde nur die Herde bieten
und die ist der verantwortliche Mensch.
Welch ein Ersatz!!?
Meine ganz eigene Meinung:
Inzwischen lehne ich Stallhaltung ab, denn:
Was können wir Menschen denn den Pferden bieten?
Diesen sanften sensiblen extrem sozialen Tieren…
Wir können nur von ihnen lernen…
Es grüßt herzlich
Sabine


#5

Hallo Sabine,

Danke für Deine einfühlsamen Gedanken.

Was Stallhaltung bedeutet liegt auf der Hand.

Leben ist Freiheit.

Schau ich mir den Bewegungsraum an von wilden Pferden , Wild Mustangs oder die Gegebenheiten im Merfelder Bruch, wo auf ~350 Ha zw. 350-400 Dülmener Wildpferde , dann sind m.E.n. 1 Ha für zwei Pferde viel zu wenig, um gesund bleiben zu können – egal, ob Offenstall oder nicht.

Um mit einem (Pferd)Wesen im Einklang zusammen wirken zu können, muss der Mensch sein Gegenüber nicht mögen, sondern lieben.
Jean-Claude Dysli ( er lehnt die “Rollkur” ab ) eröffnet genau mit dieser EINsicht seine Lehreinheit.

Wenn der Verstand ( = Angst ) da ist … ist’s wie, wenn eine Wolke sich vor die SONNE ( Sinnbild für LIEBE ) schiebt. Wahre Kommunikation ( von Herz zu Herz ) ist dann nicht möglich.
Deshalb wohl auch sei 's so wichtig , sein Ego ( Ich = Verstand ) beim Umgang mit Pferden zu Hause zu lassen, so Kenzie Dysli .

Als ich über den LebensProzess von Klaus Ferdinand Hempfling las, war 's für mich der schönste Moment, als er anfing mit dem Herzen zu schauen.
Klaus :
“Zuerst sucht das Pferd den Menschen, dann findet es ihn, und danach geht fast alles von selbst.
Das Pferd selbst gibt mir die Macht über sich, weil es erfahren hat, dass ich sie ausschließlich im Sinne des Pferdes verwende.”

Auch Linda Tellington-Jones folgt dem Weg “Herz zu Herz”.
Das ist der einzige Weg wahrer Kommunikation , wo Vertrauen möglich ist.

Mögen immer mehr den Herzensweg gehen.

Freundlich grüßt Dich, Anette


#6

Oh…wie…schön…liebe Annette :laughing:
Genau diesen Weg versuche ich gerade, mit Tiro, dem betagten Wallach zu gehen, finden.
Ich werde mal über die von Die genannten Autoren recherchieren,
fühlt sich richtig gut an, was Du über ihre Einstellung schreibst,
ich habe bisher Bücher von Buck Branneman und Mark Rashid gelesen,
finde sie auch sehr schön.
Sei herzlich gegrüßt
Sabine :rose:


#7

Guten Tag, für mich sind Tiere gleichwertig mit uns. Es hat mich zutiefst berührt. Ich würde auch dem Pferd soviel meiner Zeit als möglich schenken. Ob die Zeit alle Wunden heilen kann?


#8

Ich grüße Dich,
ja, ich sehe das auch so, manchmal sind mir Tiere sogar lieber, weil sie echt/ ehrlich sind, zeigen,
was Sache ist, nur, ich kapier es manchmal nicht, komme mir zuweilen etwas blind vor.
Auch wenn sie nicht nachtragend ist, denke ich ,daß im Allgemeinen Wunden nicht immer heilen,
sie bilden Narben, die stören oder nicht, das kennen wir ja von uns selber…? Gruß Sabine


#9

Hallo Sabine ,

vielleicht könnte TTouch hilfreich sein …

Ich glaube, dass es nicht auf die Form ankommt und auch nicht auf Zeit & Raum (= imaginär ).

Freude & Leid wird auch nach vielen Jahren erinnert.

MitgefühlLiebeFreudeDankbarkeit - Leben
Jordan
Judith
[Mama](http://www.youtube.com/watch?v=suiIK8sucSs , )
[Djalma & Bimms](http://www.youtube.com/watch?v=YCO51MpgZ7o . )
Christian
Tiger Tempel

Freundlich grüßt Dich, Anette


#10

Hallo Gudrun,

Nein… bspw.:

Elefanten trauern um ihre Toten, sie benutzen Werkzeuge, erkennen sich selbst im Spiegel und können fast unsichtbare Körpersignale von uns deuten, sie ahmen sogar unsere Stimmen nach. - Fred Kurt

Erfahrenes Leid wird ebenso erinnert, sodass auch nach Jahrzehnten Mißhandler nieder gestreckt werden können – nicht nur durch Elefanten.

Freundlich grüßt Dich, Anette


#11

Ich finde es auch immer traurig, wenn ich Tiere in Gefangenschaft sehe, ihre Augen sehen für mich dann total oft einfach leer aus.
Ich finde auch, wir sollten Tiere so behandeln, wie wir auch behandelt werden möchten!


#12

Hallo Anette, vermutlich kannst du deiner trauernden Stute damit helfen, dass diese wieder mit wenigstens einem weiteren Pferd gehalten wird. ‘Zeit heilt fast alle Wunden’ > trifft auch bei Tieren zu! Nach tragischem Velust meines Pferdes haben die beiden anderen lang getrauert. Auch Pferde lieben die Gesellschaft von Artgenossen.
Übrigens auch Schafe, da vermutet man es nicht, können um andere trauern!
ulrike


#13

Hallo dtrapp,

Oh weh! Und all die gequälten Blicke…

Solch Elend wie : Soring , Rollkur u.a.m. an Quälereien sollte JETZT – SOFORT aufhören!

Ja, “wie wir auch behandelt werden möchten!” - ich bin ganz bei Dir.

Freundlich grüßt , Anette


#14

Hallo Ulrike,

48 Std herzzerreißende Rufe nach ihrem Freund.
Dann kam sie, die neue Stute, welche gekauft worden war.
Jetzt musste die ‘Alt’-Stute ( die Pferde gehören zum Vermieter-Paar ) damit klar kommen :

  • Freund weg
  • Stall Umgestaltung
  • die Neue
    Bis dato hat die ‘Alt’-Stute hier noch das Nachsehen. Aber immerhin darf sie mittlerweile auch wieder in den Stall mit hinein und muss nicht mehr davor stehen.

Übrigens, wusstest Du schon ?
Schafe haben ein außergewöhnliches Gedächtnis: Sie können sich über zwei Jahre lang Gesichter von Artgenossen und Menschen merken . Sie können sich Gesichter von bis zu 50 Artgenossen merken.

Freundlich grüßt , Anette
PS: Ich glaube, dass alles Leben zur Trauer fähig ist … auch Pflanzen.


#15

Super !!! Genau meine Gedanken und Gefühle, kann es nicht besser ausdrücken. Saludos


#16

Liebe Annette, das mit den Elefanten finde ich sehr spannend,
Sorry, ich habe mich eine Weile nicht gemeldet…
Es gibt soooo viele hilfreiche Gedanken zum Umgang mit Tieren,
die wahrhaft Wunder-volle Wesen sind!
Und doch gilt es, für jeden Tierfreund die bestmögliche individuelle,
angemessene Art der Kommunikation zu finden, die Ausdruck von
Liebe ist…
Das versuche ich mit Tiro, es klappt mal gut und mal nicht so gut,
aber wichtig für mich ist, dran zu bleiben, auch wenn es mal schwer ist
und auch wenn es bedeutet, das geliebte Tier los zu lassen, weil es gehen will…
Davor hab ich einen wahnsinns Schiss…
Herzlichst
Sabine :rose:


#17

Hallo Sabine,

„Im Anfang war das Wort [ Klang ], und das Wort war bei Gott [ GEIST der LIEBE ], und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ (Joh 1,1-3)

“…was ich gefürchtet habe ist über mich gekommen, und was ich sorgte, hat mich getroffen.” (Hiob 3.25 )

“Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehen” ( Arthur Schopenhauer )

“Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: … [ Gott ] hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende… Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun… Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.”
"… Menschenkinder, damit … sie sehen, dass sie selber sind wie das Vieh. Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: Wie dies stirbt, so stirbt auch er, und sie haben alle einen Odem, und der Mensch hat nichts voraus vor dem Vieh; denn es ist alles eitel. Es fährt alles an einen Ort. Es ist alles aus Staub geworden und wird wieder zu Staub. Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärtsfahre und der Odem des Viehes hinab unter die Erde fahre? " > ( Zeit + Vergänglichkeit , Pred 3 )

“… der Staub muss wieder zu Erde werden, wie er gewesen ist. Und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.” ( Pred. 12,7 )

“Wir haben zwischen uns und die Tiere eine chinesische Mauer gebaut” ( Albert Schweitzer ,1908 )

“Wenn wir [ die Menschen ] behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.” ( J.W.v. Goethe )

Im GEIST ist alles miteinander verbunden.
Gedankenhygiene ist wichtig, denn Gedanken müssen nicht ausgesprochen werden, um zu wirken.
Heilung via GEIST geschieht über riesige Entfernungen, da Raum&Zeit lediglich ein Konstrukt ist.

Das nichtmenschliche Tier ist wie ein emotionaler Schwamm – erfasst Stimmungslagen ( Schwingungen ), trägt die Lasten des Menschenkindes ( Homo Sapiens - Trockennasenprimat ) und freut sich auch mit ihm.

Die Erwähnung “Elefant” lässt mich an Musik ( emotionale Schwingung / Klang-Sprache ) denken.
Harmonische Klangformen beeindrucken nicht nur den Elefanten.
In der “Pflanzen-/Tierwirtschaft” werden sie für Ertragssteigerung eingesetzt; ob das Grundmotiv Habgier ebenso segensreich wirkt?

LEBEN ist immer JETZT.
Alles was ist, ist LIEBE.

“Nichts Wirkliches kann bedroht werden.
Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Frieden Gottes.”
( Ein Kurs in Wundern )

Freundlich grüßt Dich, Anette