Mehrtägiges Projekt-Treffen


#1

Hallo, vor einem Jahr habe ich die Wohnprojektinitiative “3k” gestartet, im Forum hier bin ich neu. Mit einigen Leuten plane ich derzeit ein mehrtägiges Projekt-Treffen Ende des Jahres 2018 in NRW.

Eine große, lebendige Wohn-Gemeinschaft von unterschiedlichsten Menschen zu werden, ist die Intention der Wohnprojekt-Initiative “3K”. Das Vorhaben für eine möglichst unabhängige Selbstorganisation befindet sich in der Gründungsphase, gesucht werden weitere Mit-Macher/innen mit Begeisterung, Ideen und Teamgeist. Angedacht sind beispielsweise eine größere Anzahl (etwa 50 bis 100) von Personen/Bewohner/inne/n, eine Gemeinschaftsküche, natürlich Privat-Bereiche/Zimmer oder die Überführung der Immobilie in Gemeinschafts-Eigentum. In diesem Rahmen soll ein gemeinsames Konzept entwickelt werden.

Um das Projekt voranzubringen ist ein mehrtägiges Treffen für Interessierte zum Ende des Jahres in Planung. Terminlich ist derzeit von Donnerstag 27. bis Sonntag 30.12.2018 vorgesehen. Ein Ort steht noch nicht fest. Eventuell kann das Treffen in einem interessanten Groß-Objekt bei Gummersbach im Bergischen Land stattfinden, oder in Köln.

Wer generell Interesse an dem “gemeinschaftlichen Wohn-Projekt” hat, oder an dem mehrtägigen Treffen Ende Dezember, melde sich bitte. Personen mit Zeit & Begeisterung sind gesucht.

weitere Infos: https://radundtat.wordpress.com/projekt-treffen

Was meint Ihr zu der Projektinitiative? Zu einem mehrtägigen Treffen? Gibt es hier Interesse an dem Projekt?


#2

Hallo Herr Hansen?

mir erscheint Ihr Projekt sehr realitätsfern.

Da sind derzeit 40 kleine Zimmer mit scheußlichen Bädern, Selbstverpflegung ausgeschlossen.
Wer möchte so wohnen und dafür anteilmäßig 40.000 € ausgeben, nur für den Kauf des Objektes, ohne Nebenkosten, Modernisierung oder die Anpassung an das neues Nutzungskonzept? Allein die Unterhaltskosten für den riesigen Kasten mit den großen Gemeinschaftsräumen - angsteinflößend.
Welche Bank sollte so etwas finanzieren?
Scheinbar traut Ihnen der Eigentümer auch nicht zu, das Geld aufzutreiben.

Wenn es bis jetzt sechs Interessenten gibt, von denen erfahrungsgemäß mindestens die Hälfte wieder abspringen, halte ich es für unseriös, hier Leute zu einem mehrtägigen - wahrscheinlich nicht billigem - Treffen einzuladen, an dem es kein echtes Angebot gibt.

In unserer Gemeinde ist vor kurzem ein ähnliches Objekt nach jahrelanger Vakanz verkauft worden, deutlich unter 200.000 €, die der Käufer nur unter Schwierigkeiten aufbringen konnte. Ich fürchte, er wird nicht glücklich damit, weil ihm nicht unbedingt klar ist, daß diese Geldausgabe nur der Anfang war.


#3

Bei uns in Niedersachsen wurde kürzlich ein ganzes Schloss mit 135 Zimmern für einen Euro verkauft. Warum wohl?

Das hätte für mich zumindest einen architektonischen Reiz …


#4

Hallo Albert,
das kam also nicht nur mir komisch vor…

Vielleicht ist das Nutzungskonzept falsch. In Amerika gibt es private Knäste, ein äußerst lohnenswertes Geschäftsmodell. Mit ein bisschen Lobbyarbeit findet das unsere Regierung sicher auch bald gesetzeskonform.


#5

hallo feldlerche, (hallo albert), zunächst vielen dank für die antwort / ihren beitrag. ich habe diese projekt-initiative vor einem jahr angestoßen, mit einigen eher festen vorstellungen (gemeinschaftseigentum, gemeinschaftsküche, große gruppe, selbstorganisation etc.) um einen gewissen rahmen vorzugeben. aber auch diese punkte sind natürlich noch flexibel, beispielsweise ist angedacht, mehrere kleine teeküchen einzurichten, wo auch separat/individuell etwas zubereitet werden kann. auch andere ergänzungen zu der gemeinschaftsküche sind denkbar.

mir ist der punkt “gemeinschaft” wichtig, das soll auch zum ausdruck kommen, insbesondere auch in abgrenzung zu den vielen projekten, wo im 2.satz von “abgeschlossenen” wohneinheiten die rede ist.

das projekt sollte/soll eigentlich eher im urbanen raum angesiedelt sein. durch das angesprochene (franz-dohrmann-)haus gab es dann plötzlich ein konkretes angebot etwas außerhalb, durchaus aber auch mit einigen guten aspekten. letzteres ist natürlich ansichtssache, wenn sie “den riesigen Kasten mit den großen Gemeinschaftsräumen” “angsteinflößend” finden. ich sehe da eher das potenzial für gemeinschaftsräume aller art…

es gab u.a. eine besichtigung des objekts mit einem architekten, verhandlungen/gespräche mit eigentümerin und gemeinde, die gls-bank ist einbezogen und für 6 wochen war das gebäude sogar angemietet. leider ist die projekt-initiative nicht so stark, sowohl zahlenmäßig als auch finanziell, alsdaß wir bis jetzt ein ernsthaftes angebot hätten abgeben können.

mit dem mehrtägigen treffen zum jahresende soll versucht werden, weitere personen für ein solches projekt (durchaus auch in einem anderen objekt) zu finden, über das/ein konzept zu diskutieren, sich kennenzulernen und sich zu organisieren. bis jetzt war es schwierig, mehr als zwei/drei personen zu einem termin zusammenzubringen.

das treffen ist in keiner weise als (komplett-)angebot gedacht, sondern als möglichkeit, sich auszutauschen, schwerpunktmäßig über die konkrete projekt-idee, aber auch generell. auch das treffen soll in selbstorganisation stattfinden, d.h. daß es von den teilnehmer/inne/n mitgetragen wird. die kosten sollen möglichst gering gehalten werden, derzeit laufen zwei anfragen zu objekten bei gummersbach (u.a. auch für das f-d-haus). dort würde evtl. die möglichkeit bestehen, kostengünstig für ein paar tage diskutieren und zusammen wohnen zu können.

einige interessierte sind für einen zentraleren ort und kürzere zeit, z.b. einen tag in köln. auch für diese variante zeichnen sich möglichkeiten ab. und da vieles auch von der anzahl der teilnehmenden abhängt, habe ich die idee hier vorgestellt. so kann über eine diskussion vielleicht ein wie auch immer letztendlich gestaltetes treffen herauskommen. paul hansen


#6

nach anmeldung und erstem beitrag war mein konto ein paar tage gesperrt, weil es irgendwie einen fehler mit einem link zu einer web-seite gab. so kann ich mich erst jetzt leicht verspätet für die nette aufnahme hier bedanken. rein vorsichtshalber möchte ich die weiter oben vorgebrachte darstellung bzgl. der nähe zum (us-)amerikanischen privaten knast-system dahingehend bestätigen, daß ich vormals in einer projekt-initiative mitgewirkt habe, die sich um die übernahme einer ehemaligen polizeiwache (incl. einiger gefangenen-zellen) bemüht hat. siehe:

https://www.ksta.de/koeln/kalk/alte-polizeiwache-spd-favorisiert-studentenwohnungen-5900758

inzwischen beschäftige ich mich mit völlig überteuerten immobilien, etwa derart

https://www.syndikat.org/wp-content/uploads/2017/02/broschuere_nr7.pdf

siehe seiten 78 bis 80. bundesweit über 100 wohnprojekte mit kaufpreisen von 5.700,00 bis 7,8 millionen euro. warum das wohl so ist? und was es für alternativen gibt. das könnte mensch z.b. auf einem treffen zum jahresende diskutieren.

hier nochmal der link:
https://radundtat.wordpress.com/projekt-treffen/

muß aber nicht, ist lediglich ein vorschlag…


#7

Lieber Herr Hansen,

was ist aus der Alten Polizeiwache Köln geworden?
Das Mietshäusersyndikat ist mir auch ein Begriff, haben Sie in diesem Rahmen schon an der Verwirklichung eines Projektes mitgearbeitet?

Wir sind gespannt auf Ihre Ergebnisse!

Gruß

Antje


#8

hallo antje, in der alten polizeiwache wurde dann ein wohnheim für studierende eingerichtet. das gebäude stand ca. 3 jahre leer und als die wohnprojekt-gruppe es wieder ins öffentliche bewußtsein beförderte, wurden einige leute ganz hektisch. zu der zeit waren dann kommunalwahlen und es gibt die vermutung, daß mit dem thema “wohnraum für studierende” mehr pluspunkte zu machen waren als mit einem wohnprojekt…

nein, ich habe noch nicht in einem “syndikats-projekt” mitgewirkt, mich allerdings schon etwas mit dem thema beschäftigt… schönen abend noch - ph