Mann oh Mann wo ist der Wohnprojektmann


#1

Ich stelle immer wieder fest, dass das Thema Wohnprojekt doch deutlich weiblich angehaucht ist. Männer zu finden die dieses Thema anspricht ist nicht einfach.
Selbst in meiner Männergruppe, gelang es nicht Männer zu finden, die dieses Thema angesprochen hat.

Was also hält die Männer von dem Thema Wohnprojekt ab?
Ist es das Thema Partnerschaft oder Ehe?
Ist es die Kommunikationsform in einem Wohnprojekt?
Die Antwort in diesem Forum zu finden, dürfte bei den wenigen Männern hier im Forum nicht ganz einfach sein.
Deshalb ein ganz herzliches Danke an all die Männer die sich diesem Thema gestellt haben.
Wann wird der Mann zum Mann?
Gruß Ralph


#2

Du nun wieder! --lach-- Nabend Ralph,

Wann wird der Mann zum Mann?
Ne ernsthaft, ohne Scherz, das ist eine echt ernstzunehmende Frage.
Ich antworte aber dennoch zuvor scherzhaft:

“Der Mann wird zum Mann, wenn die Frau den Hosenanzug auszieht”!

Die Zweideutigkeit war nicht von mir eben beabsichtigt. :slight_smile:

Im anderen Faden hast Du über Deine Oma geschrieben, die 2 Weltkriege erlebt hat.
Ich wage zu behaupten, dass es seit dem keine echten Männer mehr gibt.
Ihnen fehlt der männliche Aspekt.Das Vorleben der Väter und Großväter.

Körperlich scheinen sie ok zu sein.
Aber das wars wohl schon. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Männer zogen in den Krieg.
Die Frauen kümmerten sich um die Kinder alleine.
Und nicht nur das, sie trugen für alles die Verantwortung.
Die Männer kamen zum großen Teil nicht mehr nach Hause,
oder als traumatisierte Krüppel zurück.

Oft zogen Schwestern gemeinsam die Kinder groß.
Also Mutter und Tante. Viele Frauen blieben alleine.
Bis an ihr Lebensende. Denn Männer waren ja rar.

Die Jungen erlebten ihre Väter und Großväter nicht im Alltag.
Die Indianer hatten es da besser!

Wonach sollten sich die Jungen ausrichten, wenn sie keinen Mann/Vater hatten?
Beiden Kriegen “verdanken” wir, dass Jungen nur selten zu Männern wurden.

Es geht ja noch weiter. Wer hat in Kitas gearbeitet. “Frauen”.
Und wer hauptsächlich an den Schulen? “Frauen”!

Die Nichtmänner haben aber auch Söhne gezeugt.
Und sie konnten, können noch heute, nicht das vorleben,
was sie selber nicht erhalten haben.

Nun könnten wir noch über die Frauen reden.
Da ist auch so Einiges im Argen. S.o. “Hosenanzug”.
Die Frage gilt also auch für die Frauen:

“Wann wird die Frau (wieder) zur Frau”?

Bei der sog. E-man (n)-zipier-ung ging es doch nicht um die Gleichberechtigung,
im Sinne von gleichen Rechten. Sondern eher um Gleich-Stell-ung.
So gab man den Männern weniger Lohn, weil ja die Frau nun mitarbeiten “dürfen”.
Und Kinder werden Erziehungsanstalten übergeben, damit sie den Gleichschritt lernen.

So, nun bin ich aber mal echt gespannt, was die Männer Dir hier antworten werden.
Sie selbst haben es ja in dieses Forum geschafft. Stehen dem positiv gegenüber.
Sind also weniger die rechten Ansprechpartner.

Aber, wir alle können ja mal Männer fragen, im Umfeld.

Ich glaube, dass Frauen eher sozialkompetent sind.
Deshalb aufgeschlossener für Wohnprojekte.
Männer stecken wohl eher gerne ihr Revier ab.
Das ist noch rudimentär in ihnen verankert.

Nachtchen, Gruß Ostara


#3

Hallo Ralph,
dann will ich mich mal melden, das es nicht so aussieht als sei das nur ein Thema für Frauen. Auch ich bin an WG interessiert. Schreibe gerade mit Handy und merke, das das Handling und die Ubersicht aber sehr eingeschränkt ist. Daher ist es mir kaum möglich mehr zu schreiben, obwohl ich mich umfangreich darüber auslassen könnte. Später mehr am PC. Gruß Klaus


#4

Hallo Klaus, ich freue mich, dass es auch Männer beim gemeinschaftlichen Wohnen gibt. Wir wollen bei uns versuchen wenigsten ein Drittel Männer im Projekt zu haben. Gruß Ralph


#5

Hallo Ralph,
ja mir ist das auch schon aufgefallen wenn ich in plusWG die Angebote und Suchmeldungen ansehe.
Männer nicht erwünscht?
Man könnte meinen man befindet sich im Orient. :rofl:
Auch ist mir bei einem Kaffee Seniorennachmittag in unserer Kirchengemeinde die ich einmal besuchte um als neu zugezogener Kontakte zu finden aufgefallen, dass da überwiegend zu 99% Frauen anwesend waren.
Woran mag das liegen? Ich definiere mal die Vor- und Nachteile in einer WG.

Wohngemeinschaften sind unter jungen Leuten und Singles beliebt, die trotzdem nicht abends in eine leere Wohnung kommen möchten. Sie schließen sich mit anderen zur WG zusammen und haben dadurch auch zu Hause ein gesundes Sozialleben und keine Einsamkeit. Häufig sind WGs gemischt, beherbergen also Männer und Frauen – das kann zwar gutgehen, muss es aber auch nicht zwangsläufig. Über die Vor- und Nachteile einer gemischten WG sollte man sich im Klaren sein.

Vorteil: Lernen vom anderen Geschlecht
Ob Freundschaften zwischen Männern und Frauen möglich sind, das werden die Menschen wohl noch im nächsten Jahrhundert diskutieren. Fest steht eins – in einer gemischten WG hat man immer einen Ansprechpartner vom anderen Geschlecht, mit dem man sich austauschen kann. Wenn man eine Freundschaft aufbauen kann, ist das natürlich schön. Wenn man lediglich WG-Partner wird, hat der Zimmernachbar sicher trotzdem nichts dagegen, Einblicke in die Denkweisen des anderen Geschlechts zu geben. Gerade für Singles ist eine gemischte WG auch eine tolle Möglichkeit, sich in ganz neutraler Umgebung ohne Hoffnungen und Erwartungen an die Gegenwart des anderen Geschlechts zu gewöhnen.

Nachteil: Von Alkoholleichen und Kosmetikwüsten
Männer und Frauen haben oft ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Zusammenleben. Gerade junge Männer legen nicht immer genug Wert auf Sauberkeit und können – aus weiblicher Perspektive – manchmal unausstehlich und widerlich sein. Die holde Damenwelt dagegen besetzt mit ihrer Kosmetik und allem, was sie sonst noch so braucht, das komplette Badezimmer und lebt sich gerne mal dekorativ aus, was dem Mann in der WG nicht zwingend zusagen muss. Um solche Reibereien zu verhindern, sollten vor der WG-Gründung die Regeln klar abgesteckt werden. Dann lassen die Jungs ihre Essensreste nicht mehr tagelang stehen und die Mädels verstauen ihre Kosmetik im Täschchen, anstatt sie kreuz und quer im Bad zu verteilen.

Gemischte WG – ja oder nein?
Es sprechen natürlich noch sehr viele andere Gründe für oder auch gegen gemischte WGs. Manche Menschen müssen sich eingestehen, dass sie sich ins andere Geschlecht verlieben würden, wenn sie so nah beieinander leben – und das täte einer WG nicht gut. Andere hingegen können sich nicht vorstellen, echte Privatsphäre zu haben, wenn das andere Geschlecht direkt nebenan wohnt, denn in der eigenen Wohnung will man manchmal auch mit Unterwäsche von einem Zimmer ins andere und könnte das dann nicht mehr. Gemischte WGs können durch die Vielfalt, die die beiden Geschlechter ins Spiel bringen, aber auch ein großer Spaß werden, sofern die Regeln klar abgesteckt sind. Eigentlich wie in jeder anderen WG auch.

Grüße Rein


#6

Hallo Rein,
die vor und Nachteile kann ich nachvollziehen, jedoch ist es immer noch keine Erklärung, weshalb es deutlich weniger Männer im WG-Leben jenseits der 30 gibt.
Ich wage inzwischen die Prognose, dass es ähnlich wie bei den Aktiengesellschaften (Vorstände) sich geschlechtsdominante Parallelwelten entwickeln. Wenn es über 75% Männer oder Frauen gibt, ist die kritische Masse überschritten und dann gehen nur noch ganz wenig andersgeschlechtliche in diese Geschlechter unausgewogene Bereiche.
Mir geht es auch so wenn es zu frauendominiert wird, verziehe ich mich, weil dann das typische Rollenmuster läuft. Übrigens gehe ich auch nicht in zu männerdominierte Bereiche. (z. B. Fußballklubs). Ausnahme war meine Männergruppe, in der wir explizit Männerthemen angegangen sind.
Bin gespannt auf weitere Erklärungen. Ich genieße es wenn es relativ ausgewogen ist.
Gestern hatten wir Spieleabend im Wohnprojekt, ich war wieder der einzige Mann.
Gruß Ralph


#7

Liebe Leut,

sogar die fundamentale Daseinsfrage „Warum ist die Banane krumm“ ist ja inzwischen erhellend beantwortet (weil sie vierzig Jahre einen großen Bogen um die DDR gemacht hat). Und so wird auch das Phänomen, daß die ohne Y-Chromosom mehr soziale Kompetenz und mutige lebensweltliche Experimentierfreude zeigen, irgendwann tiefschürfend erklärt werden. Einstweilen isseswieesis, und damit kann ich gut leben, habe davon gerade als Mann oft profitiert. Wer mehr Männer im Wohnprojekt will, suche sich welche — oder wir beantragen bei der frischen neuen Bundesregierung eine Quotenregelung, da wirds aber Widerspruch von der FDP geben, prognostiziere ich.

Ächtz-stöhn-gähn
Simplicissimus