Fassadensanierung


#1

Hallo zusammen,
eine Freundin von mir hat das Haus ihrer Großeltern geerbt und möchte es jetzt renovieren, damit sie dort dann mit ihrer Familie einziehen kann. Momentan wohnen sie nämlich in einer relativ kleinen Wohnung. Dort hätten sie mehr Platz und wären auch näher an der Schule ihrer Kinder. Zuerst wollen sie sich der Fassade widmen, denn obwohl das Haus noch gar nicht so alt ist, ist die komplett verschmutzt. Ursprünglich war sie wohl weiß, aber ich kenne sie nur in grau. Könnt ihr da ein Unternehmen empfehlen?


#2

Hallo,

seltsame Fragen, wieso wendet sich “Deine Freundin” mit ihrem Anliegen nicht an jemanden mit Ahnung? Oder bist Du Deine eigene Freundin?
Eine Firma kann man nur empfehlen, wenn man weiß, wo das betreffende Haus steht und sich in der Gegend auskennt. Ansonsten - Selbermachen, aber jetzt ist die falsche Jahreszeit, das geht nur im Hochsommer! Es sind meist Algen, die eine Fassade unschön machen, begünstigt durch schattige Bäume.

Du brauchst ein Gerüst, das solltest Du Dir, wenn Du das noch nie gemacht hast, von einer Baufirma in der Nähe leihen und aufstellen lassen (ein Kostenvoranschlag schützt vor bösen Überraschungen) Dann die Fassade gründlich mit einem Hochdruckreiniger säubern, den kann man mieten (Baufirma ist besser als Baumarkt ) braucht dafür aber einen Wasseranschluß und entsprechende Schlauchlänge und Strom. Anschließend müssen eventuell Schäden im Putz - was lose ist, muß weg - ausgebessert werden.
Dann die Fassade 2 x mit Haftgrund streichen (Roller), bevor Du die Flächen mindestens 2 x streichst. Dabei von mehreren Seiten schauen, um vergessene “Nester” nicht zu übersehen. Schön ist es, die Fensterlaibungen- und Einfassungen in Weiß zu halten, macht aber mehr Aufwand. Dazwischen immer trocknen lassen. Bei einer farbigen Fassade sollte man sich Gedanken machen, wie man später Ausbesserungen vornehmen kann, ohne Farbunterschiede zu sehen. Die Haltbarkeit von Fassadenfarbe ist begrenzt.
Wenn das Gerüst schon mal da ist, sollte man auch die Dachverkleidungen und ähnliches streichen, Fallrohre und Fensterbleche wenn nötig erneuern…
Sollten aber Fenster ausgetauscht werden, Isolierung?, Gauben eingebaut oder ähnliches geplant sein, ist die Fassade erst anschließend dran.
Wichtiger fände ich, ob die Elektik, Heizung und Wasserinstallation des Hauses noch heutigen Ansprüchen genügt. Es wäre ja blöd, jetzt die Wände zu streichen, um danach zu schlitzen. Wenn der Boden gewechselt werden soll, empfiehlt es sich, das nach dem Malern zu tun, auf dem alten Teppich kann man noch kleckern.

Und diese Dinge sind Winterarbeit!

Frohes Schaffen!


#3

Also wenn ich bei mir so durch die Siedlung fahre, werden da die Fassaden gewiss nicht nur Hochsommer saniert. Sowas höre ich heute zum ersten Mal. Klar ist, dass man es nicht gerade machen sollte, wenn es in Strömen regnet, sondern dann, wenn es eher trocken ist. Ansonsten gibt es auch Unternehmen die ihren Sitz woanders haben und dann eben zu dem gewünschten Ort kommen wie https://www.properla.net/de/ . So funktioniert das eben heutzutage, die Unternehmen können sich nicht mehr nur alle auf die lokalen Kunden fokussieren.


#4

Und wieder so ein Frage von greingrothlilly, die Igor04 mit einem Werbelink beantwortet. Seit Wochen taucht das hier in verschiedenen Variationen auf.


#5

Lieber Igor,

ich denke halt ökonomisch!
Wenn ich eine weit entfernte Firma kommen lasse, entstehen nicht unerhebliche Anfahrtskosten.
Die Leute müssen auch bezahlt werden, wenn sie im Auto sitzen.
Ob die Luxusfarbe, die ein vielfaches der normalen kostet, wirklich so viel besser ist, stellt sich erst nach Jahren raus, wenn die Garantie abgelaufen ist.

Meine frühere Chefin zahlte für einen Fassadenanstrich 11.000 €, das Haus ist halb so groß wie meines, zwei Jahre später Umbau, neuer Anstrich.
Ich habs nicht so dicke!

Selbstverständlich kann man auch im Winter Styropurplatten anschrauben! Trotzdem, wir haben heute 4 Grad minus, das verträgt keine Farbe!