Erst Hausordnung, dann Standortsuche


#1

Hier mein erster ENTWURF einer Hausordnung. Deswegen ergänzungs- und verbesserungsfähig, …
freue mich über kreative Anregungen.

ATEMLUFT
§1 Frischluftgarantie in Nichtraucher-Anwesen.
Nichtraucherhaus mit störungsminimiertem Raucherunterstand.
Rauchen in gemeinschaftlichen Außenbereichen kann einzelne Bewohner und damit den Hausfrieden stören.
Jeder Bewohner ist für seine rauchenden Besucher mitverantwortlich.
Gemeinsamer Grillplatz

§2 Belüftbare Treppenhäuser

INKLUSION
§3 garantierte Barrierefreiheit
§4 separater Garten für Haustiere

SICHERHEIT + DISKRETION
§5 Schutz von Privatsphären, Türsprechanlage

KLIMA
§6 Schatten durch Baumbepflanzung an den Sonnenseiten

ENERGIE SPAREN
§7 Strom sparen mit Solarenergie

§8 Wasser sparen mit Ableitungen von Regenwasser in Sammelbecken

BEWEGLICHKEIT
§9 überdachte und diebstahlgesicherte Fahrradständer

TROCKNUNG
§10Wettergeschützte Wäscheleinen

WASCHEN
§11separate und verschließbare Keller mit Waschmaschinenstellplatz

PARKEN + öffentl. VERKEHR
§12 für Fahrzeuge schattige und überdachte Aussen-Stellplätze oder Tiefgarage

§13 nahe gelegene Bushaltestelle

KOCHEN+SPEISEN+FREIZEIT freiwillig-gemeinschaftlich
§14 eine große und gemeinschaftliche Küche mit individuell gestaltbarer Sitzgelegenheit und Ausgang auf großzügige Terrasse

§15 regelemässige Treffen mit allen Bewohnern.
Jeder hat Mitspracherecht

SELBSTBESTIMMBARKEIT, INDIVIDUALITÄT
§16 alle Wohnräume sind individuell gestaltbar (Wandfarbe, Böden, Badkeramik, Naßraum mit Tageslicht)

FRISCHLUFT
§17 großzügige Terrassen und Balkone

FREIZEIT
§18 von Bewohnern abwechselnd mitgeführtes Kaffee, auch für Besucher

§19 Lärmgeschützter Musikraum im Keller

§20 Für Bewegungseingeschränkte, Physiotherapiepraxis, Friseur und Fußpflege im Hause

§21 flexible Aufteilungen,
individuelle Wahl von Wohnungstüren,
Markisenfarben frei wählbar

FINANZEN
§22 für alle Geldbeutel müssen bezahlbare Wohnungen in allen Größen vorhanden sein.

KREATIVITÄT
§ 23 neue Ideen sind herzlich willkommen. Jeder Bewohner hat gleiches Stimmrecht.


#2

sehe ich etwas anders: 1. Menschen finden, die zusammen passen, dann Regeln aufstellen. Immobilie finden dürfte das schwierigste sein!


#3

Mit anderen Worten: Paradies auf Erden :sunflower:


#4

klingt nach Paradies, kann aber nicht auf Dauer gut gehen. Angenommen es wird wer krank , muß er dann sofort ins Krankenhaus oder wer kümmert sich um ihn ? Ich selbst wäre mir für keine Hilfeleistung zu Schade, sehen das aber alle Mitbewohner eben so ? Das wäre für mich der § 1 :slight_smile:


#5

Wenn für dich meine Anregung das Paradies bedeutet, dann danke für das Kompliment. Dann ist die Hausordnung in Ordnung so ?
Darf ich dich als erste Mitbewohnerin willkommen heißen? :rose:


#6

Richtig, aber die Hausordnung hilft bei der Auswahl der Menschen, die sich an die gleiche Ordnung halten wollen.

Denn nehmen wir an, es finden sich lauter nette Menschen und diese kriegen dann, wenn es um die Ordnung geht, keine gemeinsame zustande.
Mit der Ordnung scheiden sich die Geister…:point_left::point_right:


#7

gute Frage.
wenn ich aktuell krank werde und bin abhängig von der Hilfe meiner Nachbarn, die das vielleicht nicht professionell oder ungern helfen.
Das ist normal, dass unter Mitbewohnern Jeder anders hilft, falsch hilft oder was anderes besonders gut kann.
Am besten sich so gut es geht selber helfen und im Notfall, wie sonst auch, den Arzt rufen.
Ich helfe auch gerne, bin aber nicht immer in der Lage, aber auch nicht verantwortlich. In einer WG kann man in regelmässigen Besprechungen Notfallmassnahmen festlegen.
Letztlich kann auch Jeder sich selber die Person aussuchen, von der er sich Hilfe verspricht.
Schrecklich erlebe ich beim Alleine Leben, die Sorge davor: was passiert, wenn ich alleine bin und keiner ist da, der mir im Notfall hilft.
Ich bin der Meinung, dass alle Räume, in denen Menschen sich aufhalten am Lichtschalter einen Notfallknopf haben sollten, der nur im Notfall gedrückt werden könnte.
Menschen, die gefährdeter sind, können Notklingeln um den Hals tragen.
Die Bewohner könnten auch Erste Hilfe Kurse besuchen, alles ist möglich…
Sie können aber auch zur Prävention von Krankheiten, gesunde Ernährung üben, Sport, Massagen,…
Kann alles richtig Spaß machen


#8

Deine Ideen sind prima! Wir suchen hier in Mittelhessen schon seit 2 Jahren, aber meistens scheitert es an den Finanzen :slight_smile: LG und viel Erfolg!


#9

Hi
Das ist eine Wunschliste von altgewordenen Kindern, an den Weihnachtsmann.
Zusammen gewürfelt, unter dem Motto “Ich hab mal noch eine Idee”.
Könnte aber auch sein, dass es Deine Wunschliste ist.
Damals ritten die Kinder auf Holzpferden. Heute sind es Paragraphen.
Nun denn “Hüh und Hot”.
Gruß an Alle.


#10

…ich habe von passenden Menschen gesprochen, nicht von “netten”, was nicht heißt, dass nette Menschen nicht evtl. auch passen könnten.
“nett sein” können auch Abzocker und Bösewichte, wenn sie sich Mühe geben. Oft sind nette Menschen auch arglos/hilflos oder auch naiv und blauäugig; da gibt es ein breites Spektrum.
Drum: Augen auf bei der (WG-)Partnerwahl. Ganz ohne ein rechtliches Konstrukt wird es nicht gehen, aber vieles ist mit den passenden Leuten selbstverständlich und zu viel Bürokratie schadet eher, als dass sie nützt…

Niemand sagt, dass es einfach ist, die richtigen Leute zusammen zu bringen, aber nur so wird ein Schuh draus. Und es geht dabei keinesfalls nur um den Charakter, sondern auch um verschiedene andere Aspekte.

Bei gut getarnten, aber profitorientierten Angeboten bin ich jedenfalls vorsichtig.
Wer es sich leisten kann, öfter mal wieder neu anzufangen, mag das vielleicht anders beurteilen.
.


#11

…absolut richtig.
Wer hat Zeit und Mittel, viele passende (!) Menschen zu suchen und diese alle unter einen Hut zu bringen ?
Nehem wir an, wir haben eine tolle Gruppe gefunden. Dann kommt die nächste Frage nach dem Standort…
Einige passende Menschen werden abspringen…
Dann die nächste Frage nach der Immobilien-Gestaltung…

Vielleicht doch erst Immobilie und Standort wählen. Dann die Interessenten.
Dann kommen die Kosten… Wenns günstig und attraktiv ist, will JEDER rein, dann sind plötzlich viele “passende” Menschen da…
und der Platz reicht nicht.

WAS TUN ???


#12

richtig, letztlich ist jede Hausordnung dazu gedacht, allen darin wohnenden Menschen geinsam erarbeitete Grenzen zu zeigen.
Weil es Menschen gibt, die nicht zusammen passen, oder sehr unterschiedliche Wünsche haben, kann es auch verschiedene Hausordnungen geben in verschiedenen Wohngemeinschaften.
Für mich persönlich wäre es zum Beispiel unvorstellbar in einem Haus mit Garten zu wohnen, wo jeder Raucher raucht, wo und wann er will.
Weil das deutsche Gesetz alle Raucher an die frische Luft gesetzt hat, dürfen diese draussen rauchen wo und wann sie wollen…
Für Nikotinallergiker kann das bedeuten, dass er krank wird oder klagen oder ausziehen muss…
Ein solcher Streit zerstört den Hausfrieden und kostet viel Geld und zwingt zur Suche nach einer anderen Wohnung…
Weil ich höchsten Wert lege auf den Schutz sauberer Atemluft in Haus + Garten (!) aber gegen Raucher diskriminierende oder einschränkende Verbote bin, und Raucher überall vorkommen, erwarte ich einen attraktiven Raucher-Unterstand samt Grillplatz an einem störungsfreien Standort. So wird Geruchsbelästigungen vorgebeugt. Als gebranntes Kind und ohne wenn und aber, suche ich nach einem Nichtraucherhaus mit entsprechender die Frischluft schützenden Hausordnung.


#13

ERST mit der Hausordnung die Interessenten suchen, die diese Ordnung gemeinsam erarbeitet und einhalten wollen.
Mit dieser Hausordnung und den Interessenten, an Wunschstandorten die Investoren oder Vermieter suchen.
Wir müssen uns in die Haut von Vermietern oder Investoren versetzen.
Deren größter Wunsch ist zu wissen, WER zieht in meine Investition und an welche Ordnung will die Gruppe sich halten ?
Viele Immobilien stehen leer. Und zwar genau aus diesem Grund. Der Investor hat Sorge vor Unordnung, Mietnomaden, Krach, Gestank, Streit untereinander oder mit Nachbarn…
Die Finanzen sind eine Entschuldigung.
Jeder seriöse und intelligente Investor, sorgt dafür, dass in seinem Objekt immer auch für geringe Einkommen Platz angeboten wird.
Die Hausordnung gibt die Regeln vor, die dem Investor Sicherheit gibt.


#14

@ Micilene
ich frage mich, ob es bei dem Schwachsinn, der hier von einigen selbst ernannten Experten abgesondert wird, vielleicht nicht um eine Haus-, Wohn-, oder ähnliche Gemeinschaft geht, sondern um eine Erziehungsanstalt oder ein Gefängnis für ungezogene (ältere) Menschen, die dafür dann 20.000,-- als Eintrittsgeld investieren dürfen

Mir wird schlecht.


#15

das Forum ist nicht dazu gedacht, über die Vorstellungen einzelner Teilnehmer abwertende Bewertungen abzugeben oder beleidigende Äußerungen oder Vorurteile in Verbreitung zu bringen.
Meine Hausordnung ist nur ein Versuch, unvollständig, veränderungsfähig,…
Für die Bewohner, die ihre Hausordnung gemeinsam aufgestellt haben und sie einhalten wollen, soll sie eine Stütze sein und eine Sicherheit.
Wer sich darin “eingesperrt” oder schlecht fühlt, kann sich eine Gemeinschaft mit einer anderen Hausordnung suchen.

Dabei fällt mir ein weiterer Punkt einer Hausordnung ein:
Bewohner werden angehalten, verschiedene Einstellungen anderer Bewohner zu akzeptieren. Alle Bewohner unterliegen der Schweigepflicht über die privaten Angelegenheiten anderer Bewohner.
Im Fall von Beleidigungen, Verleumdungen oder anderen Agressionen, Einberufung eines Konfliktmanagements.
Bin mir noch nicht sicher, wie die Formulierung aussehen kann.

Liebe E-Rena
ich wünsche mir, dass du äußerst, was du persönlich dir wünschst, anstatt andere Vorstellungen zu kritisieren. Wie würde z.B. deine Hausordnung aussehen? Oder brauchst du keine ?
Wir müssen uns nicht erziehen !
Du kannst auch selber eine Gruppe Menschen suchen und gründen, die keine Ordnung wollen, anstelle deine Zeit und Energie zu vergeuden mit Kritik.
Dann besser nicht auf meiner Seite.

ALLES GUTE bei der Suche nach deiner Wunsch-Gemeinschaft !


#16

Wie sähe deine Wunschliste oder Hausordnung aus ?
Gruß an Alle


#17

JA :rose::sunflower::rose:


#18

Kritik muss erlaubt sein. Es ist natürlich Dein gutes Recht, Vorstellungen zu haben, egal wie sih das für andere anfühlen mag. Aus der von Dir vorgestellten Hausordnung kann ich nicht heraus lesen, um welche Menschen es sich dabei handeln soll.
Was ich mir wünsche, ist jedenfalls keine Gemeinschaft, die im Wesentlichen von Paragraphen zusammen gehalten werden muss. Natürlich würde ich eine “Hausordnung” brauchen, eine die für eine Grundordnung im Haus zuständig ist.
Aber diese Frage ist für mich nicht relevant, weil ich mir nicht die Menschen zu einer Hausordnung aussuche, sondern die Hausordnung dann erstelle, wenn ich ein paar Menschen kenne, mit denen ich mir ein Zusammenleben in einer Gemeinschaft vorstellen könnte. Frühestens dann, denn nach den Menschen kommt die Suche nach einer geeigneten Immobilie, auch wenn sich dadurch die Zahl der bisherigen Interessenten noch einmal reduzieren sollte. Eine Hausordnung hängt auch von der Art und Lage der Immobilie ab und von der Integrität der beteiligten Menschen.

Meine “Wunschgemeinschaft” bestünde nur aus sehr wenigen handverlesenen Personen und mit Sicherheit werde ich die nicht treffen, wenn ich sie schon im Vorfeld mit einem Konstrukt aus Regeln konfrontiere.
Ob eine Gemeinschaft erfolgreich oder erfolglos sein wird, hängt von vielerlei Kriterien ab, ein gutes Konzept ist sicher eines davon, NUR eines.


#19

Liebe Micelene,

es ist schon wichtig, sich im Vorherein Gedanken über das Zusammenleben zu machen, doch gemeinsame Regeln sind abhängig von den beteiligten Menschen, von denen jeder andere Ansichten haben kann. Auch die örtlichen Verhältnisse sind nicht immer gleich, Deine gehen von einer idealen Lokalität mit unbegrenztem Platz und Finanzen aus - so etwas gibt es in der Realität nicht. Das Klientel von Luxuswohnungen hat in der Regel wenig Gemeinschaftssinn.

Gleichzeitig Solaranlage und schattenspendende Bäume an der Sonnenseite des Hauses geht nicht.
Außer im Hochsommer wollen die Meisten eine helle, lichtdurchflutete Wohnung haben.

Welcher Nichtraucher wäre bereit, einen Raucherpavillion mitzufinanzieren, genauso wie eine Hundewiese für Leute ohne Tiere?

Wen soll eine Klingel in jedem Raum erreichen? Eine ständige Bereitschaft von hilfeleistenden medizinischen Fachkräften kostet richtig viel Geld.
Wie groß muß eine Einrichtung sein, daß man von der Kommune eine eigene Bushaltestelle bekommt? Innenstadtlage und große Bäume und Gemüsegarten und Hundewiese und Carports für Fahrrad und Auto und Wäscheplatz, Sicherheitsausstattung, Barrierefreiheit, große Terrassen und Balkone, Schallschutzübungsraum, Cafe, Räume für Dienstleister…

Wo ist der Butt, der dem Fischer seiner Fru alle Wünsche erfüllt?

Wenn Du dieses Ideal suchst, das dann auch noch bezahlbar sein soll, wirst Du Deine Gemeinschaft bis zum Lebensende nicht finden.

Bei unserer - kleinen - Gemeinschaft reicht bisher gegenseitige Rücksichtnahme und Mitdenken aus, Regeln brauchen wir nicht, nur die richtigen Menschen - es geht.

Ansonsten arrangieren wir uns mit den Gegebenheiten.

Autos müssen draußen bleiben, die ebenen Fläche des Grundstücks ist begrenzt, wenn jeder eines hätte, müßten wir sie stapeln. Carports würden das Erdgeschoß finster machen, außerdem ist der Ausblick über das Tal weitaus schöner. Hinterhältigerweise ist der mit dem Weg nach unten und wieder zurück verbunden. Normale Fahrräder machen hier wenig Sinn, die E-Bikes stehen in der Garage, man sollte sie anschließen.
Wir haben zumindest jeder eine Klingel - aber eine Gegensprechanlage? Bisher ist noch keiner auf die Idee gekommen, seine Tür abzuschließen, und schon gar nicht die Waschküche, die eine Waschmaschine wär viel zu schwer zum Klauen. Deshalb respektiert trotzdem jeder die Privatsphäre des Anderen. Auch führt niemand einen Nachweis über die Entnahme von Kartoffeln und Flaschen aus der Speis, was zur Neige geht, kommt auf dem Einkaufszettel.
Die Terrasse ist Allgemeingut, für die Nachbarn ist immer ein Kaffee oder Bier übrig. Die vielen Gäste bereichern unsere Wahlfamilie.
Für Gemüseanbau müßten die großen Bäume gefällt werden, Regenwasser brauchen wir nicht zu sammeln, die Quelle reicht aus, um die zahlreichen Blumen zu gießen.

Wenn es mal einen Bewohner gibt, der das braucht, wird eine ebenerdige, behindertengerechte Dusche in dem dafür gedachten Raum eingebaut.
Jeder hat ein eigenes Bad, aber nicht jedes ein Fenster - es ist kein neues Haus.
Manche Fenster sind noch alt und die lange Balkonbrüstung ist auch nicht mehr schön, eine zweite Terrasse und eine Veranda steht auf der Wunschliste, wie auch das Kino/Bibliothek…
Wird wahrscheinlich alles in diesem Jahr nichts mehr, kommt erst, wenn das Geld dafür reicht. Wird aber gemacht, bleibt keine Illusion (den Begriff hat uns Helmut Josef so schön erklärt).
Wir waren/sind Normalverdiener ohne ererbtes Vermögen, geben uns erst einmal mit den schon vorhandenen Fliesenfarben zufrieden und die Küchen sind nicht neu, nur neu eingebaut. Unser Luxus ist die Stille, die schöne Landschaft, die gesunde Luft, der kurze, bergige Weg ins Zentrum, die freundlichen Leute in unserer Gemeinde und vor allem die verschiedenen Fähigkeiten und das Mit- und Füreinander der Menschen unter unserem Dach.

Die Miete macht niemandem ein Problem und das wird so bleiben. Auch wegen gesundheitlicher Einschränkungen muß keiner ausziehen. Unser Traum ist Realität.

Antje


#20

Hallo Antje,
realistische Träume, für die man sich mit viel Energie einsetzt werden wahr, dafür seid Ihr in Eurer Gemeinschaft sicherlich das beste Beispiel.
Und wenn es bei Euch ohne “Vertrag” gut läuft, dann ist das ein Beweis dafür, dass Alle Interesse daran haben, dass Eure Gemeinschaft weiter besteht, damit sie/er weiter daran teilnehmen können.
Oder anders herum: Die Personen haben “Angst” etwas zu verlieren und verfügen über ausreichend Phantasie sich vorstellen zu können wie es ist, wenn sie es verloren haben/hätten.
Das Mögliche machbar machen ist ein gutes Ziel und in ihrer Denkungsweise pragmatisch veranlagte Menschen (zu denen ich Dich zähle) sind eine Bereicherung für eine Gemeinschaft und auch der “ruhende Pol”, der einer Gemeinschaft ein gewisse Kontinuität und Bodenständigkeit gibt.
Meine “Macke” wäre sicherlich, dass ich so etwas vertraglich “überregulieren” würde und eine dicke Schwarte an Vertrag entwerfen würde; aber das ist eine “Berufskrankheit”, denn ich haben mal gelernt, das “Vertrag” von “vertagen” kommt.
Und wenn etwas gut vertraglich geregelt ist, gibt es tatsächlich “im Allgemeinen” weniger Streitigkeiten.
Ich erkenne in Deinen Darstellungen ein großes Maß an analytischem Denken und ich denke auch, dass Deine Meinung in Eurer Gemeinschaft sehr gefragt ist.
Analytisches Denken (auch analytische Fähigkeit oder logisches Denken genannt) ist die Fähigkeit, Probleme zu erkennen, in ihre Einzelteile zu zerlegen und für sie eigenständig Lösungen entwickeln. Mathematisches Können ist dabei weniger gefragt, viel eher geht es bei der Problemlösung um Logik und Kreativität.
Und Jeder hat so seine Macken.
Mir macht es z. B. nichts aus, wenn unser Mitarbeiter in der Mittagspause noch eben unter meinem Schlafzimmerfenster handwerklich tätig ist, dabei schlafe ich ein.
Hätte er dabei nur leise ein Radio an, würde es an meinen Nerve zerren.

Zusammenfassend:
Ein gutes Beispiel, wie man sich auch ohne Vertrag vertagen kann.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut