Erfahrungsbericht Thema: als Rentner Auswandern


#1

Jeder träumt vom Auswandern und verbringen des Lebensabend im sonnigen Süden.
Wir haben unseren Wunschtraum erfüllen können, aber es ist nicht alles Gold was glänzt.
Vor allem wenn man längere Zeit als Ausländer in einer anderen Kultur lebt.

Nehmt Euch die Zeit und lest unseren dreiseitigen Erfahrungsbericht und nimmt ihn als LEITFADEN.

http://wohnen-unter-palmen.de/erfahrungsberichte/unser-Ruhestand-auf-Kos-Teil-1

http://wohnen-unter-palmen.de/erfahrungsberichte/unser-Ruhestand-auf-Kos-Teil-2

Teil 3 weiter bei Teil 2 unten rechts auf weiter klicken

Grüße Rein


#2

Hallo Rein,
mit Deinen Worten “als Rentner Auswandern” verbindet sich so etwas Unumkehrbares.
Im Januar haben wir meinen Geburtstag gefeiert und da waren auch die Bewohner unserer Ferienwohnungen dabei, die alle von der plusWG kamen.
Ein Computerfachmann der mit 57 noch einmal neu starten will und auch hier in die Sozialversicherung will und das Gewerbe anmelden will, hat sich für 1 Jahr eingemietet, eine Yogalehrerin für 5 Monate und ein Paar (Er Altersrentner) stand mit ihrem Campingbus auf dem Grundstück und möchte ab 2020 “endlos” bei uns wohnen, nachdem sie sich Alles ein paar Tage angesehen haben.
Aber- Alle können Jederzeit wieder zurück.
Ich denke, Schwierigkeiten treten schnell auf, wenn nicht möglichst alles vorher geregelt ist, und möglichst mit Vertrag.
“Vertrag” kommt von “vertragen” und in einem Vertrag wird geregelt, wie man sich verträgt; ein Vertrag muss auch nicht unbedingt schriftlich sein.
Z. B. haben wir unter unserer Homepage www.ferienwohnungen-andalusien.eu unter Langzeitvermietung und Ganzjahresvermietung so viel wie möglich erklärt, die Preise angegeben usw.
Praktisch ein einseitiger Vertrag auf den sich Interessenten berufen können.
Wir haben z. B. überproportional Anfragen von Yogalehrerinnen, die dann nochmals eine Bestätigung darüber haben wollen, wie es hier mit der Ruhe bestellt ist, obwohl das mehrfach geschildert ist.
Andere sind darüber “entsetzt” das man 20 km fahren muss, wenn die Brötchen vergessen wurden und die nächste öffentliche Mülltonne 3 km entfernt ist; aber nun wissen sie es.
Wie wäre es mit:
Als Rentner aus"probieren"?

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut


#3

Hallo Rein,
danke für den wertvollen Beitrag. Deutschland ein Land der Dichter und Denker, ein Land der Schaffer und Macher.
Ja das gab es und wir, aktuell in Deutschland lebende profitieren sehr viel von dieser Vergangenheit.
Leider kippt es aktuell in Europa, ich hoffe dass es wirtschaftlich sich nicht deutlich verschlechtert, denn ich will nicht erfahren, wie sich die Menschen hier verhalten, wenn es einmal deutlich weniger gibt.
Leider befassen sich die Menschen, viel zu spät und viel zu ungenau mit dem wie und wo sie leben wollen. Als Student mit 20 Jahre, war ich an einem eine Woche an der Uni bevor ich mich eingeschrieben habe, habe mir Vorlesungen angeschaut habe mit Absolventen und Professoren gesprochen, bis ich wußte ob ich hier richtig bin. Ich arbeite jetzt genau das was ich mir damals vor 40Jahren vorgestellt habe.
Was wir hier im Wohnprojekt erleben, wie wenig vorbereitet sich die Menschen mit diesem Schritt, der eine sehr wesentliche Lebensveränderung darstellt beschäftigt, ängstigt mich. Wir akzeptieren deshalb nur noch Menschen mit mehr Geld, dass wenn festgestellt wird, dass es nicht passt, dass dadurch keine extremen finanziellen Probleme entstehen. Eine falsche Entscheidung für ein Wohnprojekt kostet mit doppeltem Umzug und doppeltem Wohnen eventuell Möbel verkaufen… mindestens 2000€! Wenn mein Ausstand in einen Koffer oder Auto passt, dann wird es deutlich günstiger, dann sollten 500-1000€ reichen.

Wir erhalten mindestens einmal pro Woche eine Anfrage, die sich dann nach dem zweiten Kontakt als unrealistisch herausstellt, weil nicht einmal, Geld vorhanden ist, um ein Kennenlernen zu ermöglichen.
Um festzustellen, ob ich im Ausland leben will und kann, muß ich nach meiner Einschätzung mindestens 5000€ einsetzen um bei verschiedenen 1-10 Wochen langen Besuchen klären, ob ich hier richtig liege.
Ich finde es wirklich schön und wertvoll, dass Du dies aufgezeigt hast. Der Lebensabend im Ausland ist eine Möglichkeit, die aber intensiv geprüft werden muß. Ich vermute, dass wir in 10 Jahren eine große Menge an Fluchtrentnern haben, die sich einfach nicht mehr leisten können in Deutschland zu leben.
Dann wird es richtig drastisch, denn dann gehe ich nicht aus Überzeugung sondern aus Zwang.
Falls Ihr Lust auf einen Austausch habt, könnt Ihr uns gerne am Wohnprojekttag am 16. März in Wangen besuchen. Es sind immer spannende Menschen dabei auch wenn man 99% hinterher nicht mehr sieht. Wir bekommen jedoch immer wieder die Rückmeldung, dass dieser Input von verschiedensten Seiten sehr wertvoll ist.

Gruß Ralph
Wohnprojektbodensee