Endlich erwachsen Sein. Raus aus den Kindergarten Spielchen


#1

Hallo und gutes Heute für Euch!

Mal ein paar Gedanken von mir, die mich schon eine Weile beschäftigen.
Soweit bin ich mir sicher, dass ich mir eine Art von Wohngemeinschaft für mich, mit anderen Menschen vorstellen kann. Was ja hier Thema im Forum ist.

Diesbezüglich habe ich auch schon Schritte in dieser Richtung unternommen.
Mir auch einige Angebote persönlich angeschaut.

Die Kinder leben ihr eigenes Leben, mein Mann ist leider verstorben. Seit einem Jahr bin ich Rentnerin. 65 Jahre alt) Durch einen schicksalshaft bedingten Umzug, habe ich meinen alten Freundeskreis verlassen müssen. Uns trennen mindestens 800 Km. Einen Neuen aufzubauen ist mir noch nicht gelungen.

Dörfer, Gemeinden, Städte, Länder, Kontinente sind ja auch Wohn- und Lebensgemeinschaften.
Nur eben im größeren Rahmen.

Und wohin uns die Art und Weise unseres Lebens, im Umgang miteinander und im Umgang mit unserem Planeten gebracht und wie sehr wir wahre Werte verloren haben, die die Menschheit ein mal hatte. Sehen wir ja jetzt deutlich. Es war jedoch keine natürliche „Evolution-Mensch“. Sondern, wurde künstlich so manipuliert.

Ich sage es jetzt auch ganz deutlich, so wie ich es sehe. Die Welt (das Geschehen auf der Erde) in der 3. Dimension ist am Verrecken.

Wenn nicht ab sofort, Jeder in die Selbstermächtigung kommt.
Und diesem Spiel ein Ende bereitet, in dem er sich selbst raus zieht.
Zumindest soweit, wie es nicht seine Existenz bedroht.

Ein Spiel lebt nur so lange, wie sich Spieler bereit erklären, mit zu spielen.

Wahrscheinlich kann mir bis hier hin nicht Jeder folgen. Aber ich will auch nicht weiter erklären. Ansonsten käme ich auch zu weit vom Thema ab.

Um friedlich in einer WG oder in einer Hausgemeinschaft mit abgeschlossenen Wohneinheiten leben zu können. Bedarf es festgesetzter Regeln. Die nicht unbedingt zementiert werden müssen und wandelbar sind. So wie im Kleinen, so auch im Großen. (Dörfer, Gemeinden, Länder usw.)

Die kleinste Zelle einer Lebensgemeinschaft war bisher die Ursprungs- Familie.
Daran schloss sich die Sippe, also die erweiterte Familie an. Leider brechen seit zig Generationen die Familien auseinander. Über Sinn und Zweck und über Ursachen will ich nicht reden.

Mir geht es um Folgendes dabei:

Gibt so ein Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“. Ich hoffen, dass alle Männer die hier lesen und Hans heißen, meine Worte jetzt nicht persönlich nehmen. Die Jacke kann anziehen, wer will, wem sie passt. Ansonsten bleibt sie eben liegen.

Kinder orientieren sich zuerst bei den Eltern. Nun ist es aber so, dass Kinder Kinder gebären und „erziehen“. Vom Alter sind sie bereits erwachsen. Dennoch sind sie nie erwachsen geworden.

Oben sprach ich von Regeln. Aber eigentlich sind es doch genau diese künstlichen Regelwerke, die dazu geführt haben, im weitesten Sinne, dass das Erwachsenwerden nicht möglich wurde.

Es gibt natürliche Gesetze, die sich kein Mensch ausgedacht hat.
Nach denen alles, auf wundersame Weise geregelt ist. In Harmonie und Balance schwingt.
Um z.B. ein menschengerechtes, artgerechtes Leben auf diesem Planeten zu leben.

Und um diese natürlichen Gesetze zu erkennen, muss man nicht an einen Gott, oder an einen Schöpfer glauben. Dennoch kann man erkennen, dass da ein höheres Bewusst-Sein am Werke war.

(Für mich gilt die Zufalls- Evolotions-Theorie nicht.)

Wenn Menschen meinen, sie müssten sich ein Regelwerk ausdenken, dann müsste es aber den natürlichen Gesetzen untergeordnet sein und diese nicht verletzen.

Auf jeden Fall auf ein Minimum beschränkt sein. Nur soviel wie nötig! Um der Gemeinschaft zu dienen.

Aber, bei Nichteinhaltung müssen sofort Konsequenzen daraus erfolgen. Weil die Nichteinhaltung das friedliche Zusammenleben gefährdet. Was ja geschützt werden soll, durch Regeln/Gesetze.

Und hier bin ich bei Hänschen. Er sieht und erfährt, wie seine und andere Eltern Regeln und Gesetze brechen. Selbst Jene, die sie selber erlassen haben. Auch sieht er selten, dass Verstöße Folgen haben. Er lernt also, Regeln kann man durchbrechen und es hat keine ersichtlichen Folgen.
Er bekommt mit, dass seine Eltern lügen und täuschen. Und glaubt wie seine Eltern, dass man dadurch einen Vorteil für sich ziehen kann. Usw. usw. Auch lernt er, wenn er genug hartnäckig ist, seine Eltern nervt, dann geben sie auf. Und er kann nach seinen eigenen Regeln leben. Also Anderen auf der Pfeife tanzen.

„Erwachsene“ werden ständig und überall reglementiert. Und es wird immer mehr. Kein Mensch kennt sich mehr aus, in diesem Regelwerk und übertritt ständig auch unbewusst Gesetze, Verordnungen, Verfügungen und Regeln. Die täglich über Nacht, in Hinterzimmern entworfen werden.

Letztens meinte ich zu einer Freundin: „Ein Gebot würde reichen, dazu noch ein paar wenige Regeln“. „Tue Niemanden Etwas an, was Du nicht selber willst, was man Dir antut“ ! (Tut-Tut, lach)

Sie meinte mit Recht, das wäre Blödsinn und ich sollte mir ein anderes Gebot ausdenken.

Denn:
Wem es selber nichts ausmacht, in eine dreckige WG Küche zu kommen, wem es nichts ausmacht, die Stehpinkler-Pinkel auf der Gemeinschaftstoilette vor um das Klo herum zu erfahren, wer Tiefschlaf hat, ihn also die zugeschlagenen Türen nicht stören, der…

Weshalb werden so wenige oder gar überhaupt keine „Menschenkinder“ erwachsen?

Weil sie die Selbstverantwortung über ihr Leben an Andere delegiert haben.
Wo die Vater- und die Mutterrolle vom Staat(falscher Begriff, aber üblich) und von der Kirche übergangslos übernommen wird. Und die Kinderrolle somit weiter gespielt werden kann.

Oder weil sie durch Machtmissbraucher noch weiter als Sklaven gehalten werden.
Und die nachfolgenden Generationen in diese Misslagen hinein geboren werden.

Oder, oder, oder…

Und lässt sich die neue Brut das nicht gefallen. Müpft auf. Dann gibt es ja Mittelchen. Ritalin, TV, Schule, Uni, Gehirnwäsche, Spielzeug, Handy zur Besänftigung und Beschäftigung. Bzw. zur Ablenkung.

Die Welt ist inzwischen „so klein geworden, so überreguliert“, dass es kaum noch eine Nische gibt, wo autarkes, authentisches, selbstbestimmtes Leben in einer Gemeinschaft möglich ist. Eine Gemeinschaft, die sich nach den natürlichen Gesetzen ausrichtet. Innerhalb eines Gebietes, was nicht schon besetzt ist, durch Machtmissbraucher. Rohstoffräuber, Umweltverschmutzer, Profigeier.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Um das zu realisieren, muss man nicht in die Steinzeit zurück fallen. Kann aber sein, dass wir in 3D da wieder zurück geworfen werden. Mutter Erde muss sich einfach nur schütteln. Vulkane spucken lassen. Tektonische Platten verschieben usw. usw.

Ich hätte niemals geglaubt, dass ich das mal sagen werde. Ich bin froh darüber den großen Teil meines Lebens bereits hinter mir gelassen zu haben. Als junge Frau heute, würde ich keine Kinder in diese Welt setzen wollen.

Aber noch bin ich am Leben und will es bis zur Neige auskosten. So lange das noch möglich ist. Wenn ich keine WG finde, mit ERWACHSENEN, keine Projekte mehr anschieben und verwirklichen, mein noch nicht ausgeschöpftes Potenzial nicht der Gemeinschaft zur Verfügung stellen kann usw. usw. Sich also keine Gelegenheit bietet.
Oder einfach nur in einer Zweier- WG Freude teilen kann.
Wobei dann für Beide ein Mehrwert entsteht.

Dann bleibt es eben wie es ist. Dann lebe ich weiter mit mir all-ein und schaue nach Möglichkeiten, wie ich den Tag sinnvoll und mich, mit Begeisterung erfüllen kann. Sei es dann dem Zufall überlassen, oder meinem Drehbuch geschuldet, wer und wann, mit daran teilnehmen möchte.

Ich bin ja erst am Anfang meiner Suche. Am Anfang des Gefundenwerdens.
Habe mich dazu entschlossen, in die Selbstermächtigung zu gehen.
Soweit wie es hier noch möglich ist. Denn ganz aus dem etablierten System sich auszuklinken ist unmöglich.
Zumal ja die Zügel immer härter gehalten werden. Es gibt wohl kein Entkommen hier.

Aber im privatem Bereich kann ich das auf jeden Fall. Kann Bindungen lösen, die nicht mehr zeitgerecht sind. Kann (mir selbst auferlegte) Verantwortung über Andere ablegen.
Kann Andere lassen wie sie sind und „muss es nicht mehr mit ihnen gut meinen“!

Wer lieber leiden als lösen will, bedarf meiner Hilfe nicht wirklich. Auch muss ich nichts mehr tun, um geliebt, geachtet und anerkannt zu werden. Lege meine, auch gelebte Opferrolle, für immer ab.

Muss nicht mehr bei oder im Anderen nach dem suchen, was ich auch in mir trage.
Kann mich selber wertschätzen und annehmen, wie ich bin. Usw. usw.

Es kann mir egal sein, was Andere über mich denken. Denn, letztendlich will ich vor meinem Spiegelbild bestehen wollen. Was für mich täglich „das jüngste Gericht“ ist. Noch mal kurz eine Tagesschau zu halten, rückblickend zu schauen, ob ich mein Bestes geben konnte.

(Was ich aber nicht alleine kann ist, :wink: mir den ganzen Rücken einseifen.)

Ich will keine faulen Kompromisse mehr machen. Ich muss das ja auch nicht mehr!
Will auch nie wieder tolerant sein! Toleranz heißt ja ursprünglich: Erleiden und erdulden.
Das macht für mich keinen Sinn. Und um einen scheinbaren Mangel in mir auszugleichen.
Macht es doch keinen Sinn, einen faulen Kompromiss einzugehen. Der dann ja wieder einen neuen Mangel erzeugt. Auch erwarte ich nicht, dass mich Jemand glücklich macht. Man kann nämlich nicht glücklich WERDEN, sondern immer nur SEIN. In dem sich glückliche Momente aneinander reihen. Und dafür könnten wir uns auch gegenseitig gute Erfüllungsgehilfen SEIN. Und genau das ist es doch auch, was eine Menschengemeinschaft auszeichnen könnte. Wir sind von Natur aus soziale Wesen. Wir können uns nur im Rudel entfalten. Unsere inne liegenden Anlagen zum Ausdruck bringen.
Zum Wohle Aller, zum Mehrwert für Alle.

Wenn wir die Möglichkeit haben schon als Kind zu gedeihen. Im Schutze des Rudels.
Aber es ist auch noch möglich das Gedeihen nachträglich in die eigenen Hände zu nehmen. Das innere Kind zu heilen.

Es ist möglich erwachsen und weise zu werden. Und nicht nur alt. Wenn wir diesen Kindergarten verlassen. Bzw. zuerst mal erkennen, dass es noch immer Einer ist.
Aber, seit einigen Jahren hat „Tante Inge“ den behüteten Kindergarten-Raum dicht gemacht. Es ist Keiner mehr da, der die Kinder beschützt.
Weder die alten Kinder noch die jungen Kinder.
Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird es jetzt an dieser Stelle besonders tun.

Wir sind nicht in der Lage zu lieben. Denn Liebe ist keine Tätigkeit. Jedoch will die Liebe sich durch uns ausdrücken. Sie will zum Ausdruck kommen.
Wenn wir also „IN“ der Liebe sind, dann kann sich Liebe durch uns offenbaren.

In jeder Handlung die wir vollziehen. Und das alles ohne Gesetze, Regeln usw.

Das ist meine Sicht! Statt „wir“ hätte ich „ich“ schreiben können. Also bitte am „wir“ nicht stören lassen.

Ich habe mal Lust, mir die Bodensee WG, also dieses Projekt mal anzuschauen. Mir ist so, als wenn dort echte Werte gelebt werden. Zuvor schaue ich mir ein Angebot im April an.

Für heute soll es genug sein. Ich bin im Fluss gewesen, wollte eigentlich auf noch was ganz Anderes eingehen. Ich danke fürs Zulesen und durchhalten. --lach–
Vielleicht kann der Eine oder der Andere sich was nehmen.
Ich wollte das mit Euch teilen.

Liebe Grüße, Ostara


#2

Ostara - Dein Text macht mich schwindelig …

Wie ist - um mal einen Anfang zu wagen - der Imperativ in der Überschrift gemeint? Ist der an Dich oder die Welt adressiert?


#3

Auch ich bin noch ein Teil der Welt, lieber Albert. Auch bei mir gibt es noch alte Glaubensmuster, die ich unreflektiert übernommen habe. Zwei davon stehen im Text. Auch bei mir laufen noch Programme automatisch ab. Gibt noch ausreichend, frühkindliche Prägungen, die ich ablegen kann.Werde oft noch getriggert und es springt Etwas in mir an, was mit der Jetzt-Situation nichts zu tun hat. Das dann wahrzunehmen, bevor ich ins Handeln komme, ist ein Teil des Erwachsenwerdens. Gutes Heute für Dich, Gruß Ostara


#4

Gerade eine WG könnte dazu dienen, aufzudecken was wir haben, was an uns haftet, aber nicht sind. Um uns dann davon zu lösen. Wenn es dem Frieden und dem Leben nicht dient. Somit in die Selbstermächtigung zu kommen. Um z.B. in einer WG friedlich miteinander zu leben, sollte deshalb so wenig wie möglich persönlich genommen werden. Dazu ist es jedoch nötig, eine Basis von Grundvertrauen zu haben. Z.B. “Ich empfinde das jetzt doof was Du gerade machst”, anstatt: “Willst Du mich ärgern”? Oder gar zu sagen: “Du bist doof”! Gewohnheiten, Charakter, Prägungen usw. “haben” wir. Sind wir nicht! Und was wir haben, könnten wir auch wieder lassen. Egal in welchem Alter wir uns befinden. Wenn es nicht uns selbst, dem Selbsausdruck (nicht dem EGO), dient und somit auch den Anderen nicht dient.


#5

Solange es Kriege innerhalb der eigenen Familie, in der Partnerschaft, WG eingeschlossen gibt, so lange werden wir auch die großen Kriege erleben.


#6

Gemeinnütziger Verband Senioren Aktiv WGs auf dem Bauernhof schreibt mir an senio-aktiv ät web . de

LG Andreas


#7

Schöner Beitrag! Dankeschön.

Liebe geschieht dann, wenn man im Außen findet, was im eigenen Inneren als Anlage vorhanden ist. Praktisch das Echo der eigenen Seele. (als Anmerkung)

Stimme Dir zu, erlebe aber, daß doch sehr viele Leute, zwar den einen oder andern Gedanken mitdenken, aber selbst im reifen Alter sehr weit davon entfernt sind das zu leben. (die Hänschens…?) Umsomehr finde ich es befremdlich wenn gerade in AltenWGs nach Selbstverwirklichung gesucht wird. Also ich erwarte, daß man dann mal fertig ist damit und man weiß, wer man ist und wie man leben will. Mich nerven all diese Pseudoesoteriker, die vor Neurosen strotzend, ständig Scheinwelten von Licht und Liebe hinterherlaufen, anstatt mit sich ins Reine zu kommen.

was war es, was Du noch sagen wolltest? Bin gespannt!


#8

Hallo Silberdistl,
freue mich, dass mein Beitrag hier doch noch Anklang gefunden hat.
Danke auch für Deine Anmerkung.
Da würde ich jedoch den Begriff “Liebe” in den Begriff “Resonanz” eintauschen.
Und den letzten Satz streichen.

Würden wir jetzt in einer gemeinsamen WG wohnen,
dann hätten wir jetzt wohl ein gutes und sinnvolles Thema, um uns auszutauschen. :slight_smile:

Ja die LIEBE, die wahre, nicht die Ware. Wer kennt sie wirklich?
Wer kann sie fühlen und wer bringt sie zum Ausdruck?
Heute ist sie, fast allgemeingültig, zum Geschäftsmodell verkommen.

“Gibst” Du mir, dann habe ich Dich lieb. Auch eine Erpressungsmethode.
“Ich brauche Dich, ich liebe Dich, ich kann ohne Dich nicht glücklich sein”!

Auch die die “Lala-ESOS” oder die “Gutmenschen” fallen darauf rein.
“Piep, piep piep, wir ham uns alle lieb, wir sind doch Eins und bitte kein lautes Wort”!

Keine klaren Ansagen, immer alles schön durch die Blume"!

Die “Pseudo-Esos” prima und treffender Begriff von Dir.
Glauben und verkünden ja:

“Wer sich nicht selber liebt, kann auch Andere nicht lieben”!

Meine Erfahrung ist, dass Liebe keine Tätigkeit sein kann.

"Liebe IST! Punkt! Sie kann sich Ausdruck verschaffen. Offenbar werden.
Besonders durch uns Menschen.

Vielleicht steht uns ja dieser Evolutionssprung gerade bevor?

"Ich kann also IN der Liebe SEIN und sie zum Ausdruck bringen durch liebevolle Handlungen. Selbst im Nichts-Tun kann ich das!
Dann bin ich selbst der Ausdruck der Liebe.
Der ich ja auf jeden Fall auch BIN.

Wenn ich – in— der Liebe bin, ob bewusst oder unbewusst, dann sind alle meine Handlungen im reinen Geist und immer liebevoll. Auch Jene zu mir Selbst.
Ohne mit Wattebäuschen zu schmeißen.
(Bibel Spruch: “Lieber heiß oder kalt, als lau”!)

Selbstverwirklichung, wie Du so schön anmerkst. Läuft ja all zu oft auf EGO-MANIE hinaus.

Unter dem Motto:

“Jetzt gönne ich mir mal was”! “Ich habe es verdient, nach all den Jahren”!
Wenn das die Konsequenz im Alter ist, dann “gute Nacht”!

Ich kenne einige Schwaben, Nicht nur Schwaben! :wink: Die kaufen sich in jungen Jahren einen Schaukelstuhl. Wenn ich sie dann frage: “Hast Du schon geschaukelt”? Dann kommt immer die selbe Antwort: “Nein, erst wenn ich Rentner bin”!

Das Leben ist doch dazu da uns SELBST zu verwirklichen. Aber das Spiel hier, in dieser Welt ist auf den Kopf gestellt worden.

Die meisten Menschen, arbeiten die meiste Zeit in Berufen, die keine Berufungen sind. Werden Eltern, obwohl sie nie in die Elternschaft rein wachsen.

Alles ist für sie Last. Deshalb folgen sie auch der Lust. Um sich abzulenken.

Aber nicht der natürlichen Lust, was das Selbst antreibt. Was zur wahren Begeisterung führt.
Sondern der Lust, die uns durch Konsumgüter angeboten wird.

Sie folgen dem Geld, aber nicht ihren Herzen. Dem Zentrum der Liebe im Körper. Vergessen dabei, dass Berufstätigkeit, also Arbeitszeit “Lebenszeit” ist.
Überall verpassen sie die Chance des Selbstausdrucks und der Selbstverwirklichung.
Du merkst es oben an.

Nur aus diesem Grund brauchen sie “Urlaub”!

Ich habe nie Urlaub benötigt. Mein ganzes Leben war ein ständiger Tapetenwechsel.
Und jede Berufung, es waren sehr viele, wäre ich auch gefolgt.
Wenn Geld keine Rolle gespielt hätte.

Das Selbst, was sich durch meinen Körper Ausdruck verschafft hat.
Hätte schlimm rebelliert. Wenn ich ihm nicht gefolgt wäre.

Hat es auch, wenn ich auf Abwegen war. Hat mir einige Krankheiten geliefert. Immer dann wenn ich “vernünftig” war. Alleine dem Verstand folgte. Angepasst an Normen mich ver-hielt. Im Sinne von: “das Selbst sich ver-halten musste, in den Hintergrund trat”.
Das bescherte mir mal einen Bandscheibenvorfall.
Das war ein Selbstwerteinbruch.

Auch ging mir so Einiges an die Nieren, machte mich verschnupft und heiser, wenn meine Stimme sich der Norm anpasste. Und sich nicht im Selbstausdruck befand.
Schlimmeres wurde mir erspart.
Weil ich schnell und rechtzeitig, den Zuammenhang zwischen Psyche und Physis erkannte.

Mir ist heute sehr wohl klar, weshalb die meisten Alten chronisch krank sind.
Eben deshalb, weil sie nicht dem Selbst gefolgt sind!

Und eben nicht, weil es eine natürliche Alterserscheinung ist. (Abgesehen von all der Schadstoffvergiftung, in der Luft, im Boden und im Wasser)

Mit sich Selbst ins Reine kommen", schreibst Du oben. Nun denn, ist ja wohl nie zu spät, damit anzufangen.

Dazu gehört Mut, sich den eigenen Schatten zu stellen. Um überhaupt an das Selbst zu kommen.
Also zuerst einmal “reinen Tisch machen”. Auch unter dem eigenen Teppich zu kehren.
Die Leichen aus dem Keller ans Tageslicht bringen. Um dem Selbst Ausdruck zu verschaffen. Aber noch bevor man sich einer WG zumutet. Ich stimme Dir da oben voll zu!

Denn, wenn das Ego, was ja oft bisher meinte, es wäre selbstgerecht. Also dem Selbst ebenbürtig. In eine WG zieht. Und auf andere Egos stößt. Dann ist das wahrlich für alle Beteiligten eine unerträgliche Zumutung. --lach–
Und käme einer Kindergartenanstalt oder einer Anstalt für Pubertierenden gleich. :((

Danke fürs Zulesen, machs gut, machs besser. liebe Grüße, Ostara.

Ps.: Danke für den Handschuh. Habe ihn sehr gerne und mit Freude aufgehoben. :wink:


#9

…Ja die LIEBE, die wahre, nicht die Ware. Wer kennt sie wirklich?..
Ich!!!
Meine liebe Frau und ich leben (ohne beruflich tätig sein zu müssen) seit etwa 20 Jahren in Südspanien, 24 Stunden am Tag zusammen; das war immer unser Traum, nachdem die Kinder aus den Haus waren.
Wir haben uns vor 49 Jahren kennengelernt, als sie 15 war und ich 17.
Wir haben unsere erste Liebe geheiratet.
Sicherlich gibt es kein Erfolgsrezept, aber nur ganz wenige Regeln die nicht beachtet werden müssen, sondern beachtet werden dürfen.
Eine große Liebe vergeht nicht, sie stirbt mit uns irgendwann.
Da ich Atheist bin, lebe ich jeden Tag so, als wenn er der Letzte wäre, denn danach bin ich dort, wo ich vor meiner Geburt auch war.
Wie gesagt: Es gibt kein Patentrezept.
Aber ich bemühe mich jeden Tag um meine liebe Frau, trage sie auf Händen und bekomme es doppelt zurück.

Viele Grüße aus Andalusien
Helmut F.


#10

Servus Ostara!

also ob wir uns da mit der Liebe noch einig werden würden - ich weiß nicht. Ich hab das Gefühl, daß Du ganz was andres meinst. Aber was? Die Harmonie mit dem Leben vielleicht?
Es ist eher so ein diffuses Gefühl, das ich nicht genauer benennen kann. Der Begriff “Resonanz” ist sehr gut. :slight_smile:

Ansonsten ist alles, was Du sagst für mich stimmig.

Ich weiß auch nicht, ob wir uns in einer WG wohnend nicht lieber darüber unterhalten sollten, was wir kochen oder wer mit Rasenmähen dran ist - ansonsten schweigend in der Sonne sitzend und sich wohl fühlen. Ich glaube, daß man schnell “ausgeredet” hat, wenn man das Wesentliche erkundet hat und dann ist Schweigen und sich wortlos verstehn viel schöner als Diskussionen. Vielleicht ein bißl rumblödeln, augenzwinkernd und ansonsten jedem seinen Raum lassend.

Ich bin dieser Themen irgendwie überdrüssig (bin als Astrologin und Tarot-Tante hauptberuflich damit so überhäuft worden, daß sich eine gewisse Sättigung eingestellt hat) - und hätte es gern, einfach einen Menschen im Haus zu haben, der eben genauso denkt, aber nicht mehr drüber reden muß - und es auch lebt!

Liebevoll bin ich gern zu denen, die meine Seele berühren -mein Hund, die Pferde, die bei mir wohnen, die Natur - aber keineswegs zu allen Leuten. Meistens gehn sie mir auf die Nerven und ich bin froh, wenn ich die Tür zu machen kann. Ich halte die Welt da draußen inzwischen schlichtweg für völlig durchgeknallt , wie man so schön sagt.

Was suchst Du denn nun genau? Und wo?

LG

Karin


#11

edit, weil Privatmail-Adresse.


#12

Sich verstehen ohne zu reden! Etwas zusammen tun. Auf einer Welle reiten. Sich dem Fluss überlassen. Alles ist einfach! Und alles ist klar. In der Wahrheit sein, im Frieden sein, bewusst handeln. Ein Lachen, ein Schmunzeln, verstehen ohne Worte. Keine elenden Diskussionen. Im Recht sein und nicht Recht haben wollen.

Liebe Grüße, Ostara


#13

Bingo! :slight_smile: Genau das mein ich. Ich meld mich bei Dir.


#14

Karin, ich danke Dir sehr für Deine Worte, sie fühlen sich so leicht und hell an!
So, wie Du einen Umgang miteinander beschreibst, ist nach meinem Empfinden absolut
erstrebenswert! Sich eher um die Notwendigkeiten (Unkrautjäten, Tiere füttern, Stallmisten…etc.) austauschen,
anstatt dem anderen permanent meine Empfindlichkeiten/Probleme/Verletztheiten zu zu muten.
Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit sind auch mir wichtig! Aber alles in Maßen und mit einer Prise Humor versehen.
Ich bin therapeutisch tätig und in der Alten/Krankenpflege und möchte mich privat mit erfreulichen/konstruktiven Inhalten befassen…
Herzlichst
Sabine


#15

…und auch ich bin am Liebsten mit den Katzen und meinem Pflegepferd zusammen, am Stallmisten, Winterfell
abbürsten…etc. als in Kontakt mit der kranken Menschenwelt da draussen, versteh Dich da gut!
Ich hoffe, einst eine Gemeinschaft zu finden, die da ähnlich gestrickt ist, sonst bleib ich lieber für mich…
LG
Sabine


#16

Hallo Sabine!

ja, Pferde putzen, tu ich auch hin und wieder, die haben es zur Zeit dringend nötig. :wink:

Danke für Deine freundliche Antwort. Ich bin grad dabei mein Anwesen zu verkaufen (falls es gelingt) und dann hab ich keine Ahnung wohin es mich verschlagen wird. Derzeit hätte ich den Plan eine Hütte in oder am Rand der Berge zu kaufen… aber zu finden und keine Unsumme dafür zu bezahlen dürfte das Schwierige werden. (Wobei der Verkauf des jetzigen Anwesens gesichert sein muß, bevor was Neues gekauft werden kann, was echt blöd ist.)
Die WG Idee hängt derzeit am Nagel, weil sich nichts gefügt hat, was gepaßt hätte.

In welcher Region bist Du denn, bzw. wo suchst Du?

LG

Karin


#17

Liebe Karin,
ich lebe bei Esslingen am Neckar, also südlich von Stuttgart, arbeite hier, habe noch einen der zwei Söhne bei mir, deshalb strecke ich z.Zt.nur mal sie Fühler aus nach Gemeinschaften, mache mir Gedanken darüber, wie
ich mal leben will.
Wo lebst Du zur Zeit?
Herzliche Grüße und viel Glück bei Deinen Vorhaben!
Sabine

Ich schreib Dir gern noch an Deine Mailadresse


#18

Hallo Ostara,

das “Ich” kennt “die Liebe” nicht und will von der “goldenen Regel” Nix wissen.
Die Erfahrungen von Gemeinschaften lehren, dass dabei das Zusammenleben der Menschen das Schwierigste ist.
Gute Nachricht : Ausnahmen gibt es.

Freundlich grüßt Dich, Anette