Eigene Bedürfnisse - Was will ich?


#1

Wer sein Ziel kennt, wird irgendwann auch dort ankommen.
Nach unseren Erfahrungen scheint es aber vielen Menschen nicht leicht zu fallen zu formulieren, was sie denn von einer Wohngemeinschaft erwarten und was sie einbringen können und wollen.
Es hilft wenn man für sich formuliert:

  • Wie intensiv soll die Bindung zwischen den Menschen sein

  • Wieviel Zeit will und kann ich in / für die Gemeinschaft einbringen

  • Was möchte ich in der Gemeinschaft machen?

  • Welchen Anspruch an den Wohnraum und die Kosten habe ich?

  • Was sind meine Stärken und Schwächen?

  • Mit welchen Situationen bei meinen Mitbewohnern habe ich Schwierigkeiten?

  • Wann will ich konkret einziehen?

Wir freuen uns über weitere Anregungen und hoffen mit unserem Beitrag etwas angestoßen zu haben. Wie waren Eure Erfahrungen bei der Ermittlung der Bedürfnisse?

Grüße aus dem Wohnprojektbodensee


#2

Darf ich mir das kopieren zum Ausdrucken?..sind gute Fragen :+1:


#3

hallo
ich bin hoffe jetzt nicht falsches hier zu schreiben . Ich bin 61 Rentnerin und könnte mir vorstellen in einer WG zu leben.
Ich habe meine Lebensumstände und meinen Wohnort vor einem Jahr schon komplett erneuert. Jetzt bin ich auf dem Weg ans Meer. Am Meer leben ist mein Traum. Da ich nicht kaufen kann finde ich hier vielleicht Kontakte zu jemandem der eine Mitbewohnerin die Miete zahlt und sich gerne in eine Wohngemeinschaft einbringt.
vielen Dank
nicole


#4

Hallo an den Bodensee!

Genau das sind die richtigen Fragen, die sich die Interessenten, aber auch die bereits dort Wohnenden stellen müssen. Das hat schon was mit dem Matching bei Partnerschaftsbörsen gemeinsam.

Dazu passt dieser Beitrag von Förste & Kreuz: https://www.foerster-kreuz.com/probearbeitstage-bewerbungsgespraeche/

Eine Bewerberkonkurrenz wie bei begehrten Studenten-WGs ist sicher nicht gut (da schüttelt es mich heute noch), auch ein kurzes Treffen wird meist nicht ausreichen. Insbesondere, weil bei konsensorientierten Entscheidungen alle die Neuen getroffen haben sollten. Nicht immer sind alle zum gleichen Zeitpunkt da (wie bei uns rund 20 Mitbewohnern).

Selbst beim Kauf von Eigentumswohnungen im Projekt (da zählt zwar die Bereitschaft, zu investieren, besonders stark) muss die Chemie stimmen. Sonst ist man gleich beim Mehrfamilienhaus. Und genau das wollen wir ja nicht.

Wir freuen uns immer, wenn Menschen bereit sind, ein paar Tage mit uns zu verbringen und Hausgemeinschaft, Ort und Umgebung kennenzulernen. Wir rollen zwar nicht den roten Teppich aus, aber wir kümmern uns reihum um sie. Gerade in den Einzelgesprächen bei gemeinsamen Unternehmungen öffnen sich die Menschen, weil diese stressige Bewerbungssituation entfällt. So ganz im Privaten Frühstücken, Spazieren/Wandern, Tipps für Exkursionen geben, Mitnehmen zum Sport, Kirche, Chor,… je nach Interessenslage und Autonomiebedürfnis der Interessenten. Je nach Wochentag gibt es auch Gruppenaktivitäten, zum Beispiel der wöchentliche Kaminabend oder ein gelegentlicher Brunch am Sonntag.

Im Haus haben wir zwei Gästezimmer mit Bad, die die Interessenten (gegen Benutzungsobulus) gern bewohnen können. Auch können sie die Küche im Gemeinschaftsraum nutzen.

So gewinnen wir gegenseitig einen meist genauen Eindruck von einander. In beinahe allen Fällen war es so, dass die Gruppe wie auch die Interessenten zum selben Ergebnis kamen: Passt / passt nicht.

Gutes Gelingen!
www.am-lappach-wohnen.de/freie-wohnungen.html


#5

Hallo Nicole ist Deine Suche noch aktuell, dann würde ich mich sehr gerne mit Dir austauschen.