Behindertengerechtes Haus


#1

Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage an euch, Geht allerdings nicht um meine eigene WG, sondern um das Haus meiner Großeltern. Meine Oma hat sich letzte Woche den Oberschenkelknochen gebrochen, so dass sie nun gerade im Rollstuhl sitzt und der Arzt meinte wenn sie überhaupt wieder richtig laufen kann, dann keine Treppen. Jetzt sind wir am überlegen wie wir das mit dem Haus machen, da sie auf jeden Fall zum schlafen in den ersten Stock muss. Wir überlegen einen Treppenlift einzubauen. Aber geht das so einfach?


#2

Hallo dtrapp,

irgendwie sind mir die Treppenlifte nicht sympathisch ………

Einfach mal bei dem großen Verkaufsportal (wo alle was kaufen und verkaufen) nach: ROLLSTUHLLIFT SENIORENLIFT BEHINDERTENLIFT HEBEBÜHNE suchen.

Dort habe ich gerade so ein Teil für unter 5000 EUR gesehen. Würde sagen, dass es das wert ist um im eigenen Haus nach dem Klink Aufenthalt wieder zurecht zu kommen.

Evtl. kann es natürlich erforderlich sein, im Flur oder einem Zimmer eine Öffnung in die Decke zu schneiden um den Lift einzubauen. Da er eine Totmannschaltung hat und nur über eine Etage geht ist auch keine TÜV-Abnahme erforderlich.

Habe selber mal überlegt, so ein Tel einzubauen, da aber bisher kein Mieter darauf angewiesen ist, hab ich darauf verzichtet.

Viel Erfolg wünscht
Heinz-Josef


#3

Hey zusammen!
Meinem Opa geht es in letzter Zeit auch nicht so gut, denn ihm wurde vor einigen Wochen das Bein amputiert. Er wohnt mit meinem Onkel im 3. Stock und es gab keinen anderen Ausweg als eine Treppenlifte zu holen. Also wir haben uns auch schon unter https://www.stufen-los.de/treppenlift_st220
darüber informiert, vielleicht hilft es dir auch weiter. Was auch ganz wichtig zu wissen, ist dass ein Teil auch die Krankenkasse übernimmt. Ist zwar viel nachzuweisen, aber das lohnt sich auf jeden Fall.


#4

Hallo Igor,

Also Treppenlifte in den 3. Stock … das geht ganz gewaltig ins Geld, der Zuschuß der Krankenkasse wird durch die Anzahl der Stockwerke nicht mehr. Und wenn es ein Mehrfamilienhaus ist, dürfte es auch Probleme mit dem Vermieter geben. Außerdem, wie sollte das praktisch gehandhabt werden? Mit mehreren Rollstühlen?

Da wäre die Idee von Heinz-Josef mit dem Lift sinnvoller, wenn es sich um das eigene Haus handelt und technisch machbar wäre. Da wird man mit dem Rollstuhl gefahren. Wahrscheinlich wäre aber der Umzug ins Erdgeschoß einfacher.

Ihr müßtet Euch an den Gedanken gewöhnen, daß der Opa eine andere Wohnung braucht, möglichst bald, so lange er noch selbst bestimmen kann. Es kann nicht sein, daß er vom sozialen Leben ausgeschlossen wird, weil er seine Wohnung nicht mehr verlassen kann. Ein Heim wäre die schlechteste Alternative.

Für Abwarten bleibt dem alten Herrn zu wenig Lebenszeit, schafft ihm möglichst viele schöne Augenblicke, damit seine Krankheiten zumindest zeitweise in den Hintergrund gedrängt werden.
Er leidet schon genug unter dem Verlust seiner Selbständigkeit - laßt ihn auch bei Differenzen innerhalb der Familie außen vor. Er braucht Euch jetzt, nicht erst bei der Beerdigung.
Ich würde mich über eine Erfolgsmeldung freuen!

Gruß

Antje